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28. April 2021

Die nächsterreichbare Impfung ist die richtige Impfung!

Impfstatistik Landkreis München am 28.4.2021
Liebe Patientinnen und Patienten,
die Impfungen im Landkreis München nehmen glücklicherweise richtig an Fahrt auf! Siehe hierzu die hier eingefügte Impfstatistik des Landkreises München von heute morgen (Quelle). Stand heute 8.00 Uhr sind fast 30 % der über 16-jährigen im Landkreis München mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das ist ein toller Fortschritt!

Geleistet wird dieser Impferfolg von den Impfzentren und von allen niedergelassenen Vertragsärzten. Wie Sie aus meinen früheren Posts ersehen können, können wir aktuell an der Impfkampagne noch nicht aktiv teilnehmen. Trotzdem ist für viele von Ihnen eine zeitnahe Impfung möglich.

Ich empfehle für Patienten der Priorisierungsgruppen 1 ( über 80 Jahre oder sehr hohe Begleitrisiken ) und Prio 2 (über 70 Jahre und mittlere Begleitrisiken): Beantworten Sie erneut die Gesundheitsfragen bei Ihrer Anmeldung in BayImco (das digitale Anmeldesystem am Impfzentrum). Es hat sich in der letzten Zeit noch einmal viel dort getan, es sind insbesondere neue Gesundheitsfragen für das Score System  dazu gekommen. Gerade wenn Sie schon lange angemeldet sind, bietet sich eine erneute Beantwortung der Gesundheitsfragen an. Viele meiner Patienten sind diesem Hinweis gefolgt und haben dann sehr schnell einen Impftermin am Impfzentrum bekommen. Im Impfzentrum wird anhaltend hervorragend und zuvorkommend gearbeitet.

Für Patienten der Priorisierungsgruppen 3 (>60 Jahre, erhöhtes Risiko) und darüber (< 60 Jahre): Probieren Sie Ihr Glück bei den vielen in der Region niedergelassenen Facharztpraxen (HNO, Gynäkologie, Kinderheilkunde, Neurologie, Chirurgie etc). Der Impfstoff wurde nicht nur an die niedergelassenen Hausärzte geliefert, sondern auch viele der fachärztlich niedergelassenen Kollegen haben Impfstoff geliefert bekommen, und es sind jetzt die Hoch-Risikopatienten der jeweiligen Praxen bereits geimpft. Ich höre zunehmend von Patienten aus niedrigeren Risikogruppen, die unkompliziert einen Termin ergattern konnten. Die Impfungen sind zwar noch nicht vollständig freigegeben. Aber jeder Arzt ist angehalten, die sich ihm anvertrauenden Patienten nach absteigender Risikoklassifizierung zu impfen. Und jeder Geimpfte ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung unserer Gesamtsituation!

Liebe Patienten: es geht bei dieser ganzen Impfkampagne nicht darum, ob ein Arzt besser impft als der andere, oder ob man seinem Hausarzt treu ist, oder so etwas. Es geht einzig und alleine darum, dass wir so schnell wie möglich so viele Patienten wie möglich geimpft bekommen, damit wir endlich den Weg raus aus den Einschränkungen des Infektionsschutzgesetzes schaffen! Die Daten aus England und Israel, die ja bereits weiter fortgeschritten in der Impfkampagne sind, sind doch sehr ermutigend!

Selbstverständlich werde wir Sie auch gerne impfen, sobald es uns möglich ist. Gerne führen wir Sie auch weiterhin auf unserer Warteliste. Bitte zögern Sie aber nicht, jede sich Ihnen bietende Impfmöglichkeit wo auch immer sofort wahrzunehmen!

Alles Gute und viel Erfolg!






25. April 2021

Aktuelles zum Impffortschritt und der mühsamen Gesamtsituation

Dr. med. Dr. med. univ bud. Max-Joseph Kraus M.Sc.
Wir sind sehr dankbar, dass wir aufgrund der großartigen kollegialen Kooperation am Ort und der herausragenden Arbeit des Impfzentrum jetzt zumindest zeitnah unsere Hochrisiko-Patienten der Prioritätsgruppen 1 und 2 geimpft bekommen.

Die politischen Entscheidungsfindungen sind mir aber zunehmend unverständlich. Zwei Tage vor Beginn der Impfkampagne in den Hausarztpraxen war ja der Text der Coronaimpfverordnung von dem ursprünglich geplanten "alle Hausärzte" auf "alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arztpraxen" geändert worden (§6 Abs 1, Abschnitt 2 CoronaImpfV). Kurz vor Ostern wurde es in einer Videokonferenz zwischen Bundesgesundheitsminister Spahn und dem Apothekerverband zur strafbaren Ordnungswidrigkeit erklärt, wenn Apotheken Impfstoff an privatärztlich niedergelassene Ärzte liefern. Ich hatte mir das eingangs noch mit dem Impfstoffmangel erklären können. Jetzt werde ich aber zunehmend von Patienten informiert, dass sie von ihrem Kardiologen, Chirurgen, HNO-Arzt oder Neurologen geimpft worden sind. Offenbar bekommen auch Kinderärzte den Impfstoff geliefert. Einzig Cominarty ist ab 16 Jahre zugelassen, ein Alter wo man nur noch selten beim Kinderarzt behandelt wird. Was soll das bedeuten?

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Ich bin unbedingt dafür, dass möglichst viele Ärzte möglichst viele Patienten möglichst schnell impfen. Die Tatsache aber, dass Ärzte, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, kategorisch von der Belieferung mit Impfstoffen ausgeschlossen werden, empfinde ich als einen Skandal und eine unzulässige Diskriminierung! Selbstverständlich beißt man bei allen zuständigen Stellen (KVB, KBV, Gesundheitsministerium, Impfzentrum) auf Granit: "ja, wir verstehen, wir finden das auch falsch, wir können aber nichts machen, es steht ja im Gesetz..." Freilich sind bereits diesbezüglich eine Verfassungsklage und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Ich erwarte aber nicht, dass hier eine schnelle Lösung gefunden werden wird. Vom privatärztlichen Bundesverband kommen vorsichtige Signale, dass eine Lösung in Sicht ist. Tatsächlich entzündet sich die ganze Problematik ja überhaupt nicht an mangelndem Impfstoff oder Sachkompetenz oder anderen sachlichen Argumenten, sondern einzig an der einheitlichen Schnittstelle zur Dokumentation der durchgeführten Impfungen, die zur Zeit im Netz der kassenärztlichen Vereinigung angesiedelt ist. Oh Mann.

Wir versuchen das Beste aus dieser schwierigen Situationen zu machen und unterstützen unsere Patienten der Priorisierungsgruppen 1 und 2 mit allen Kräften, schnellstmöglich einen Impftermin wo auch immer zu finden. Parallel bereiten wir die schnellstmögliche Impfung der Gruppen 3 und 4 weiter vor. Es bestätigt sich aber leider auch in dieser Situation wieder, was sich im vergangenen Jahr bereits vielfach gezeigt hat: das Bundesgesundheitsministerium und insbesondere Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Lage durch seine unbedachten Äußerungen, kurzfristigen Änderungen, unabgesprochenen Ankündigungen und unrealistischen Versprechen häufig eher erschwert als erleichtert. Die vielen unvermittelten Kehrtwendungen, das dauernde Hin- und Her bei den Inzidenz-Grenzwerten, das Versprechen von Tests ohne dass Test oder Abrechnungsregeln vorhanden waren: das hat uns alle anhaltend zermürbt. Jeder einzelne in unserem Team arbeitet seit über 12 Monaten weit über seiner Belastungsgrenze. Wir tun das gerne, weil wir wissen, dass wir uns mitten in der schlimmsten medizinischen Katastrophe der letzten 100 Jahre befinden. Und es ist selbstverständlich für uns, dass wir hier alles nur irgendwie machbare möglich machen. Von unseren politischen Vertreten fühle ich mich aber an vielen Stellen verraten und verkauft.

Nichtsdestotrotz bleibe ich optimistisch. Zumindest hier bei uns im Landkreis schreitet die Impfkampagne gut voran. Stand heute haben über 27 % der Landkreisbewohner über 16 Jahre mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. Das ist doch schon mal was! Und in vielen Gesprächen mit meinen Patienten höre ich, dass sich die Menschen trotz (oder wegen?) der geradezu absurd zähen politischen Verhandlungen zu Notbremsen und Lockdowns von ganz allein gut an die sinnvollen Maßnahmen zur Kontaktreduktion halten. Ich bleibe - trotz der Sorge vor Mutanten und der anhaltend dramatischen internationalen Lage - zuversichtlich, dass wir nun nach nur wenigen weiteren Wochen des gesellschaftlichen Lockdowns voraussichtlich bis zu den Sommerferien zumindest hier im Kreis jedem ein Impfangebot gemacht haben können und sich damit die Situation deutlich entspannen wird. Ich hoffe sehr (und bezweifle das leider zugleich), dass wir als Gesellschaft dann nicht einfach ein "Zurück-zu-vor-Corona" suchen, sondern eine wirklich substantielle Verbesserung und Planeten-verträglichere Art zu leben.

18. April 2021

Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

 Kapelle Hl. Blut, Geiselgasteig, am 17.4.2021

Kapelle Hl. Blut, Geiselgasteig

Heute, am 18.4.2021, ist der bundesweite Gedenktag an die Opfer der Corona-Pandemie.

Mit den Kerzen in Form der 78 gedenken wir der 78 Mitarbeiter aus Krankenhäusern, ärztlichen Praxen, Dialyseeinrichtungen und Rettungsdiensten, die bislang in Deutschland bei ihrem Dienst am Nächsten an Covid-19 verstorben sind (Quelle).

Mit den 11 Kerzen auf dem Altar denken wir an die 11 Patienten aus unserer Praxis, die wir bislang an Corona verloren haben.

Selbstverständlich gedenken wir auch der fast 80 000 Menschen aus Deutschland und der über 3 Millionen Menschen weltweit, die mit und an Corona verstorben sind.

Gebet
Jetzt, mein Gott, täten Engel gut. An unserer Seite und um uns herum. Denn wir brauchen Mut. Und Phantasie. Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel. Zu den Kranken vor allem.
Und zu den Besorgten.
Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden: Ärztinnen und Pfleger, Rettungskräfte und Arzthelferinnen, alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.
Sende deine Engel zu den Verantwortlichen in Gesundheitsämtern und Einrichtungen, in Politik und Wirtschaft.
Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.
Sende deine Engel auch zu denen, an die kaum jemand denkt –jetzt in der Zeit der Epidemie: Die Menschen auf der Straße, die Armen, die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.
Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut. Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum. Hilf uns zu sehen, was trägt. Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet, mit dir, mein Gott. Denn das ist’s, was hilft und tröstet. Jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Doris Joachim, Referentin für Gottesdienst (Quelle)

5. April 2021

Aktueller Hinweis zur Impfung gegen Covid in der Praxis

ACHTUNG: Bislang wurde uns von den zuständigen Behörden leider immer noch kein Impfstoff zur Verfügung gestellt! 

Siehe hierzu unseren Artikel: " Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz! ". 

Gerne können Sie sich auf unserer Warteliste registrieren

Wir rechnen damit, dass wir in Kürze mit den Impfungen beginnen können. Bitte informieren Sie sich schon jetzt über die in unserer Praxis geltenden Regel für die Impfung.

Alle Patienten, die sich auf der Warteliste registriert haben, werden von uns informiert, sobald Impfstoff für Sie zur Verfügung steht.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Warteliste für die Impfung gegen Covid-19 in unserer Praxis

Praxis Geiselgasteig - Grünwald 

Warteliste für die Impfung gegen Covid-19 nach den Priorisierungskriterien der CoronaImpfV

Eintragungen und Änderungen an dieser Liste erfolgen bitte via Anfrage per Email info@p-gg.de an die Praxis. Ihren Identifizierungscode können Sie in der Praxis abfragen und damit selbst Ihre Position in der Warteliste verfolgen. Bitte melden Sie uns möglichst zeitnah, wenn Sie anderswo geimpft worden sind.
Unsere Regeln zur Berechnung des Priorisierungsscores finden Sie hier unter Punkt 2.

Ihre Impfung gegen COVID in unserer Praxis

ACHTUNG: Bislang wurde uns von den zuständigen Behörden leider immer noch kein Impfstoff zur Verfügung gestellt! Siehe hierzu unseren Artikel: " Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz! ". Gerne können Sie sich auf unserer Warteliste registrieren. Wir rechnen damit, dass wir in Kürze mit den Impfungen beginnen können. Alle Patienten, die sich auf der Warteliste registriert haben, werden von uns informiert, sobald Impfstoff für Sie zur Verfügung steht.

Liebe Patientinnen und Patienten,

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/richardsdrawings-858383/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2915543">Richard Duijnstee</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2915543">Pixabay</a>Wir impfen Sie gerne so schnell und sicher wie möglich gegen Covid-19 (Sars-Cov-2). Hierfür haben wir in unserer Praxis folgende Regeln erstellt. Bitte lesen Sie diese Regeln genau! Bitte wählen Sie einen Impftermin bei uns nur, wenn Sie mit diesen Regeln einverstanden sind.

  1. Wir impfen streng orientiert an den Priorisierungsregeln der Coronavirus Impfverordnung (CoronaImpfV). Wir haben dazu eine Warteliste nach Priorisierungskriterien erstellt, die Sie hier (Praxis Geiselgasteig: Warteliste für die Impfung gegen Covid-19) einsehen können.
  2. Der Score für Ihre Priorisierung errechnet sich aus Ihrem Alter und den in der Impfverordnung festgelegten Priorisierungsfaktoren wie z.B. Demenz, aktive Krebserkrankung, etc.. Zusätzlich zum Alter können maximal 66 weitere Scorepunkte für Risikofaktoren vergeben werden. Zusätzlich werden von uns direkte Einordnungen in Priorisierungsgruppen nach der CoronaImpfV vergeben, z.B. bei einem entsprechenden Alter oder klaren, in der Coronaimpfverordnung gelisteten Konditionen. Die Einordnung in die Priorisierungsgruppe erhöht den Priorisierungscore um 50 Punkte für Gruppe 1, 33 Punkte für Gruppe 2 und 25 Punkte für Gruppe 3.
  3. Es ist immer eine Anmeldung zur Impfung notwendig.
  4. Die Aufklärung erfolgt vorab über unser digitales Formularsystem Idana. Den Link zu Ihrem Aufklärungsbogen erhalten Sie zusammen mit Ihrer Terminbestätigung. Bitte laden Sie den Bogen herunter und geben Sie Ihr schriftliches Einverständnis durch Ihre digitale Unterschrift am Ende des Bogens. Ohne unterschrieben Einverständniserklärung kann keine Impfung erfolgen.
  5. Wenn Sie über den Aufklärungsbogen hinaus noch zusätzliche Fragen zur Impfung haben, sollen diese möglichst immer vorab per telefonischer oder Videosprechstunde geklärt werden. Wir halten hierfür extra Gesprächstermine für Sie frei. Diese können Sie hier buchen: www.dctlb.de/krausm . Bitte wählen Sie als Besuchsgrund die Option "Covid-Impfung Aufklärungsgespräch per Telefon" oder "Covid-Impfberatung per Videosprechstunde". 
  6. Wenn bei Ihnen ungewöhnliche Begleitumstände bestehen wie zum Beispiel vorangegangene schwere allergische Reaktionen, Blutungsneigung, Thromboseneigung, vorangegangene Covid-Infektion oder anderes, vereinbaren Sie bitte immer vor der Impfung ein Aufklärungsgespräch.
  7. Die Vergabe der Impftermine erfolgt über unser digitales Terminbuchungssystem Doctolib
  8. Zum vereinbarten Termin kommen Sie bitte genau pünktlich möglichst im Auto mit einer Begleitperson vor die Praxis.
  9. Rechtshänder erhalten ihre Impfung typisch in den linken Oberarm, Linkshänder in den rechten Oberarm. Wenn Sie Ihre Impfung in den linken Oberarm erhalten wollen, sitzen Sie bitte hinter dem Fahrer auf der linken Seite. Wenn Sie Ihre Impfung in den rechten Oberarm erhalten wollen, sitzen Sie bitte auf dem Beifahrersitz.
  10. Bitte wählen Sie Ihre Kleidung so, dass Sie den Impfarm bis über die Schulter leicht und schnell frei machen können. Die Impfung erfolgt in den Musculus deltoideus , das ist ganz oben am Oberarm.
  11. Die Impfung erfolgt üblicherweise vor der Praxis sitzend im Auto durch das geöffnete Autofenster. Sie müssen das Auto also nicht verlassen. Dadurch sind Sie bei uns keinem zusätzlichen Infektionsrisiko ausgesetzt und die Impfung kann schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Falls Ihnen eine Impfung in den Praxisräumen wichtig ist, vereinbaren Sie bitte unter Punkt 5 ein Aufklärungsgespräch und wir finden für Sie einen passenden Termin.
  12. Zur Erkennung von Impfreaktionen müssen Sie nach der Impfung noch mindestens 15 Minuten in unserer Überwachung bleiben. Sie fahren dazu nach der Impfung ein Stück weit die Straße hinunter bis zu dem Ihnen angewiesenen Warteplatz.
  13. Bitte warten Sie im Auto die Überwachungszeit ab. Bei jeder Art von ungewohnten Problemen, hupen Sie bitte 3 mal. Wir kommen dann sofort zu Ihnen ans Auto und überprüfen ggf. weitere notwendige Maßnahmen. Ein vollständiges Notfallset insbesondere zur Behandlung allergischer Reaktionen ist in dem vor der Praxis in unmittelbare Nähe zum Impfort aufgebauten Covid-Zelt verfügbar. Für alle Mitarbeiter wurden ganz aktuell fokussiert auf die Behandlung von Impfnotfällen eine ausführliche und zertifizierte Notfallschulung durchgeführt.
  14. Nach der Überwachunsgzeit wird Ihnen Ihr Impfpass oder Ihre Impfbestätigung und ggf. der Termin für die Zweitimpfung ausgehändigt. Bitte verlassen Sie den Bereich dann zügig.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis! Wir wünschen Ihnen und uns allen einen schnellen und unkomplizierten Impfvorgang, damit wir alle jetzt schnell den Weg raus aus der Pandemie schaffen!

1. April 2021

Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz!


Ganz kurz war ich wirklich positiv überrascht! Anfang der Woche wurden auf den Seiten der kassenärztlichen Bundesvereinigung detaillierte und gut gemachte Informationen für alle möglichen verschiedenen Impfszenarien in der Praxis veröffentlicht. Für alle Ärzte in Deutschland, Informationen wie und wo und wann man Impfstoff bestellen kann, wann man über die Lieferbarkeit informiert wird, wann er geliefert wird, wie man ihn lagern muss, wie man die Impfungen zubereitet, auf was man bei Hausbesuchs-Impfungen achten muss und wie die Priorisierungsregeln anzuwenden sind.

Ich dachte mir: ja, cool, genau so muss es sein: einfach, nachvollziehbar, unkompliziert! So kann es vielleicht doch noch was werden mit der deutschen Impfstrategie. Ich habe Impfstoff bestellt und die ersten 50 Patienten meiner schon lange fertigen Priorisierungsliste überprüft. Ich habe noch so viele Hausbesuchspatienten, die aus gesundheitlichen Gründen gar nicht in die Impfzentren kommen können und die schwer glauben können, dass es die groß angekündigten mobilen Impfteams bei uns überhaupt nicht gibt! Ich habe mich für sie gefreut und war ganz euphorisch für die jetzt endlich startende Impfwelle. 

Nun ja, der Hoffnungsschimmer blieb ein Schimmer. Vorgestern Abend hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in einer Videokonferenz mit dem Apotheker-Bundesverband unvermittelt beschlossen, dass Impfstoff vorerst nur an kassenärztliche Praxen geliefert werden darf. Dies solle durch eine Allgemeinverfügung des BMG geregelt werden, die zeitgleich mit der CoronaImpfV am 31.03.2021 bekannt gegeben wurde. Die neue Impfverordnung und Allgemeinverfügung treten heute am 1. April 2021 in Kraft. Die Allgemeinverfügung wird festlegen, dass Apotheken Covid-19-Impfstoffe nur an Kassenärzte abgeben dürfen und nicht mehr an Betriebsärzte und Privatärzte. Zuwiderhandeln ist eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 73 Abs.1a Nr.1 Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Apotheker, die Covid-Impfstoff an privatärztliche Praxen oder Betriebsärzte liefern, begehen eine Ordnungswidrigkeit und können dafür bestraft werden!!! So Deutsch!

Natürlich laufen der Privatärztliche Bundesverband, der Verband der Deutschen Krankenversicherer, der Verband der Betriebsärzte und die Bundesärztekammer Sturm gegen diesen erneuten Regelungswahn. Ich bin überzeugt, dass auch diese Regel bald wieder gekippt werden wird. Es wäre aber doch so sehr an der Zeit, endlich pragmatisch durchzugreifen, als in immer noch tieferen Regelungstiefen die Pandemiebekämpfung zu ersticken. 

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