2020-01-14

Offene Atemgruppe mit Sigrid Moser

Wir freuen uns sehr am 20.1.2020 mit der ersten offenen Atemgruppe mit Sigrid Moser unsere neu eingerichtete Veranstaltungsreihe zu eröffnen!

Mit einer freien Reihe aus Seminaren, Workshops, Vorträgen und Gruppenarbeiten möchten wir medizinische Themen und Bereiche ausloten und mit Ihnen erleben, die jenseits der direkten ärztlichen Versorgung liegen und aber trotzdem für ein gesundes und heilsames Leben wichtig sind.

Den Auftakt macht die Atem-, Stimm und Gesangstherapeutin Sigrid Moser mit einem Angebot zur Atemarbeit in einer Kleinstgruppe von maximal 6 Personen. Frau Moser bietet die Gruppe vorerst einmal pro Monat immer am 3. Montag des Monats von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr an. Es können einzelne Termine oder auch eine ganze Reihe von Terminen gebucht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier auf dem Flyer der Atemgruppe: Offene_Atemgruppe_mit Sigrid_Moser.pdf

Die Gruppe findet jeweils am 3. Montag im Monat von 17.00 bis 18.30 Uhr statt. Die Plätze sind stark begrenzt, maximal 6 Teilnehmer pro Sitzung. Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung. Unkostenbeitrag: 35 Euro pro 90 Minuten, 150 Euro pro 5 x 90 Minuten.

Bei der Arbeit in dieser Gruppe handelt es sich nicht um eine ärztliche Leistung. Die Kosten können nicht bei den gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung geltend gemacht werden.

2020-01-13

Totengedenken

Heute haben wir in der Kapelle Hl. Blut in Grünwald unserer im vergangenen Jahr verstorbener Patienten gedacht. Es ist für uns wichtig, zumindest einmal im Jahr inne zu halten, und mit unseren Gedanken und guten Wünschen noch einmal zu den Menschen zurückzukehren, die wir auf ihrem letzten Weg begleiten durften. Wir grüßen alle Angehörigen und wünschen Ihnen viel Kraft und Zuversicht.
Wir danken Nici Rotter für die gefühlvolle Gestaltung der Gedenkfeier und Ihre berührende Lesung aus dem wunderbaren Buch von Frank Maibaum:  "Liebe wird sein, Liebe, was sonst!: Der kleine Prinz und die weise Frau begleiten durch Abschied, Tod und Trauer"

„Wärme“, sagte der Prinz, „die Wärme der Herzen, Tränen der Liebe, Licht des Dankes sehe ich, Erinnerungen an glückliche Zeiten miteinander, Verbundenheit, haltende Hände, die Fülle der Sehnsucht, Worte des Trosts, Mitgefühl, ein Netz, dass die Menschen verbindet, miteinander und mit denen, die nicht mehr bei uns sind, Liebe über den Tod hinaus - all das sehe ich. Wo kann die Fülle des Lebens deutlicher sein. Ich sehe Leben!“
Frank Maibaum: Liebe wird sein, Liebe, was sonst! 2018

2019-10-09

Nicolaidis Stiftung zur Unterstützung junger Trauernder

Heute hatte ich einen sehr unkomplizierten, sachkompetenten und empathischen Kontakt zu einer Stiftung, die sich besonders um die Begleitung junger Trauernder wie z.B. Kinder, die ein Elternteil verloren haben, kümmert. Mich hat die Offenheit und rückhaltlose Unterstützung durch die Mitarbeiterin berührt und überzeugt. Bitte unterstützen Sie diese Stiftung nach Möglichkeit!

2019-09-09

Der Grippeimpfstoff 2019 / 2020 ist eingetroffen

Der Grippeimpfstoff 2019/2020 ist eingetroffen. Alle wichtigen Fragen zum Impfstoff und den Impfindikationen fasst das Robert-Koch-Institut auf seinen FAQ-Seiten zur Influenzaimpfung zusammen: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

2019-07-04

Danke für Ihre anhaltend positiven Bewertungen!


Innere- & Allgemeinmediziner
in Grünwald auf jameda

Fahrradfahren ist gesund! Stadtradeln für ein gutes Klima


Liebe Patienten,
Fahrradfahren ist gut für das Klima. Das Klima-Bündnis hat deshalb die Aktion Stadtradeln ins Leben gerufen. Fahradfahren ist aber auch gesund! Wir unterstützen diese Aktion gerne mit einem eigenem Praxis-Geiselgasteig-Stadtradeln-Team. Bitte nehmen auch Sie an dieser Aktion teil. Gerne können Sie sich in unserem Team registrieren unter: https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=394989. Gerne können Sie aber auch einfach Ihre eradelten km bei uns dokumentieren und wir tragen sie dann in unserer Team mit ein ohne, dass Sie sich extra registrieren müssen.

2019-05-23

Nachbarschaftshilfe Grünwald - Vortrag zum Thema: "Was tun in Notfallsituationen?"


Heute durfte ich bei den großartigen Mitarbeitern des ehrenamtlichen Grünwalder Dienstes "Essen auf Rädern" der Nachbarschaftshilfe  einen kurzen Vortrag halten zum Thema:

"Was tun in Notfallsituationen?"

Die Folien zu diesem Vortrag können Sie gerne hier herunterladen.

2019-03-24

Akademietage: Video zum Vortrag Medizin und Menschlichkeit



Sehr verehrte Patientinnen und Patienten, geehrte Kollegen, sehr verehrte Besucher,
im Rahmen der Akademietage des Freundeskreis Grünwald der Evangelischen Akademie Tutzing durfte ich einen Vortrag zu dem großartigen Thema "Medizin und Menschlichkeit" halten. Ich freue mich, Ihnen nun hier einen Video-Mitschnitt in der Bearbeitung von Helge Max Jahns zeigen zu können. Mir ist dieser Vortrag besonders wichtig, da ich hier auf viele für mein Verständnis von Medizin wichtige Punkte eingehen konnte.

Vortrag Medizin und Menschlichkeit / Akademietage


Vom 24. bis 28. März 2109 finden organisiert vom Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing und der Evangelischen Thomasgemeinde Grünwald die jährlichen Akademitage dieses Jahr zu dem großen Thema "Impulse der Menschlichkeit" statt. 
Es ist mir eine Ehre in diesem Rahmen am 27.3.2019 einen Vortrag zu dem Thema "Medizin und Menschlichkeit" zu halten. 

2019-01-03

Umstellung Telefonanlage

Am 3.1.2019 kann es auf Grund der Umstellung unserer Telefonanlage vorübergehend zu einer Nichterreichbarkeit der Praxis kommen. Bitte versuchen Sie es ggf. nach ca. einer Stunde erneut. Die Praxis ist von 8-13.00 geöffnet. In sehr dringenden Fällen erreichen Sie Dr. Kraus mobil unter 0176 2010 9307. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

2018-11-14

Information über eine Verletzung der Verfügbarkeit personenbezogener Daten gemäß Abschnitt 33, DSGVO

Am 5.11.2018 um 6.38 wurden wir Opfer einer Cyber-Attacke offenbar aus Russland. Trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen ist es den Angreifern gelungen, einen Verschlüsselungstrojaner auf unseren Praxis-Server einzuschleusen. Der Angriff erfolgte über ein von Praxisinformationssystemanbieter ab Werk eingerichtetes Benutzerkonto, das von uns nicht genutzt wird. Die Sicherheitssoftware hat zwar sofort den Angriff erkannt und den Virus isoliert, es ist aber den Angreifern trotzdem gelungen einen Verschlüsselungsbefehl abzusetzen, wodurch alle auf dem Server befindlichen Daten verschlüsselt wurden. Es wurden nach unseren Erkenntnissen keinerlei Daten aus dem Praxissystem entwendet. Der betroffene Server wurde sofort vom restlichen Netz getrennt, alle weiteren im Praxisnetz befindlichen Systeme wurden mehrfach und umfassend und ohne Befund auf das Vorliegen weiterer Infektionen gescannt. Der betroffene Server wurde vollständig neu formatiert und über die vorhandenen Backups neu installiert. Leider stehen uns auf Grund eines Fehlers im Backupsystem die Daten vom 28.5.2018 bis 5.11.2018 zur Zeit nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Wiederherstellung dieser Daten läuft, wird aber noch Zeit benötigen. Alle relevanten Verlaufsdaten sind zugreifbar. Der Vorfall wurde gemäß Abschnitt 33 der Datenschutzgrundverordnung an den Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz (BayLFD) gemeldet.
Wir nehmen diesen Angriff zum Anlass, um in den nächsten Wochen unsere vollständige IT- und Kommunikationsinfrastruktur zu überarbeiten und den schon länger geplanten Umstieg auf ein moderneres, cloudbasiertes und weniger anfälliges Praxisverwaltungssystem umzusetzen. 
Für die durch den oben beschriebenen Vorfall und die durch die Überarbeitung der Infrastruktur in den nächsten Wochen auftretenden Einschränkungen bitten wir Sie um Ihr Verständnis.

2018-09-26

Richtig inhalieren

Aktuell kommt es wieder zum vermehrten Auftreten verengender Atemwegserkrankungen wie obstruktiver Bronchitis, Infektasthma, Asthma mit zusätzlichen Infektionen und infektexazerbierter COPD. Sehr bewährt hat sich hier der Einsatz inhalativ zu verabreichender Wirkstoffe. Zur Applikation dieser Wirkstoffe gibt es eine Vielzahl von Inhalatoren. Diese sind nicht einfach zu bedienen und es gibt immer wieder Applikationsfehler.

Die Deutsche Atemwegsliga der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie stellt sehr hilfreiche Videoanleitungen zur Nutzung sämtlicher Inhalatoren zur Verfügung. Bitte beachten Sie insbesondere die Anleitungen zu den von uns häufig verschriebenen Inhalationssystemen Turbohaler und Ellipta.

2018-09-16

Videosprechstunde

Als erfahrener Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin mit vielfältigen Weiterbildungen insbesondere auch in systemischen und psychosomatischen Themenbereichen berate und coache ich Sie in meiner Videosprechstunde im Hinblick auf Ihre bestmögliche Versorgung für den Erhalt Ihrer Gesundheit. Ich bespreche und diskutiere mit Ihnen die bei Ihnen auch von anderen Ärzten erhobenen Befunde und erläutere Ihnen gegebenenfalls die verwendeten Fachbegriffe. Ich helfe Ihnen, Ihre Erkrankung, die auslösenden Faktoren und die zur Verfügung stehenden therapeutischen Verfahren zu erkennen und zu verstehen. Hierbei verstehe ich uns als gleichberechtigte Partner und unterstütze Sie hin auf dem Weg zu Ihrer bestmöglichen Versorgung. 
Termine für die Videosprechstunde können Sie direkt hier vereinbaren.

2018-09-06

Der aktuelle Grippeimpfstoff (4-fach) ist da

Ab sofort können wir Sie mit dem aktuellen Grippempfstoff der Saison 2018/2019 impfen. Die Impfung ist zu jedem Zeitpunkt der Grippesaison von September bis ca. März sinnvoll und möglich. Je früher geimpft wird, desto mehr Nutzen kann aus der Impfung gezogen werden, da der Impfschutz jedenfalls für die gesamte Saison besteht. Die Hochzeit der Influenzainfektion ist im Januar/Februar zu erwarten. Zur Wiesn-Zeit Ende September/Anfang Oktober sehen wir regelmäßig schonmal ein erstes Zwischenhoch.
Der Impfschutz beginnt wenige Tage nach der Impfung.


2018-07-02

Fahrradfahren ist gesund! Stadtradeln.de in Grünwald

Vom 1. bis 21. Juli 2018 läuft bei uns in Grünwald die Aktion Stadtradeln.de. Jeder, der will, kann seinen Beitrag leisten und für ein besseres Klima radeln.
Fahrradfahren ist gesund und schont gleichermaßen Umwelt, Gelenke und Geldbeutel.
Möchten auch Sie Ihre mit dem Fahrrad gefahrenen Kilometer für ein besseres Klima und eine bessere Gesundheit in die Aktion einbringen? 
Gerne können Sie uns kostenfrei Ihre gefahrenen Kilometer einfach mitteilen, wir tragen Sie dann zu unserem Team ein.
Oder registrieren Sie sich hier direkt in unser Praxis-Geiselgasteig-Stadtradeln-Team!
Auf einen aktiven Sommer!

Nachtrag vom 22.7.: Vielen Dank an alle Teilnehmenden. In 3 Wochen hat unser Praxis-Team gemeinsam 1663,1 erradelt und somit ca 236 kg CO2 vermieden! Eine herzliche Gratulation geht auch an den Gruppenersten in Grünwald. Der Pfarrverband Grünwald hat mit 27 Teilnehmern 5418 km erradelt. Super!



2018-06-28

Top 5 Ärzte in Grünwald

Vielen Dank für Ihre anhaltenden positiven Bewertungen! Wieder wurde uns von dem Arztbewertungsportal Jameda das Top-5-Siegel 06/2018 erteilt. Vielen Dank!


Innere- & Allgemeinmediziner
in Grünwald auf jameda

2018-05-22

Sichere Emails direkt an Dr. Kraus schicken

Die am Freitag in Kraft tretende europäische Datenschutzverordnung ist zur Zeit in aller Munde und das ist gut so. Ganz besonders im medizinischen Bereich ist der Schutz Ihrer Daten von besonderer Bedeutung. Auch wir haben in den letzten Wochen und Monaten an der Umsetzung der DSGVO gearbeitet. Emails sind unglaublich praktisch um mit Ihnen und den anderen Teilnehmern im Gesundheitswesen schnell relevante Befunde auszutauschen. Leider sind sie aber auch äußerst unsicher und die verschiedenen verfügbaren Verschlüsselungsverfahren sind noch nicht sehr weit verbreitet.

Um Ihnen einen möglichst komfortablen und praktikablen Zugang zu einer hochverschlüsselten Datenübertragung in die Praxis zu ermöglichen, stellen wir Ihnen hier einen direkten verschlüsselten Kanal in die Praxis zur Verfügung:

2018-03-10

Vorhofflimmern besser verstehen

Vorhofflimmern mit dem daraus resultierenden deutlich erhöhtem Risiko für die Entwicklung eines Schlaganfalls ist eine relativ häufige Diagnose und kann zwischenzeitlich auch recht gut und sicher behandelt werden. Ein neu aufgetretenes Vorhofflimmern äußert sich häufig durch einen schnellen und unregelmäßigen Puls, Atemnot, Abgeschlagenheit, Druck auf der Brust oder schlechtere Belastbarkeit. Die Diagnose erfolgt über die Ableitung eines EKGs und ggf. auch eines Langzeit-EKGs.

Was bedeutet das eigentlich, Vorhofflimmern? Eine Pharmafirma, die eines der neuen Medikamente die bei Vorhofflimmern eingesetzt werden, herstellt, hat unter https://www.auf-herz-und-venen.de/vorhofflimmern eine schöne Animation zur Verfügung gestellt, um die pathophysiologischen Vorgänge bei Vorhofflimmern besser zu verstehen. Über einen Schiebeschalter kann man dort zwischen dem normal schlagendem Herzen und einem Herzen mit Vorhofflimmern umschalten. Ein Blick lohnt sich.

2018-02-26

Morphometrie von Blutplättchen

In diesem Jahr waren wir in Kooperation mit Prof. Strasser von der Universität Erlangen, Professor Neeb von der Universität Koblenz, Professor Bugert von der Universität Heidelberg-Mannheim und Professor Birschmann von der Ruhr-Universität Bochum auf dem jährlichen Treffen der Gesellschaft für Thrombose und Hämostase  mit insgesamt drei Beiträgen zu unserem Grundlagenforschungsgebiet "Morphometrie von Thrombozyten" vertreten.

Vielen Dank an alle Patienten, die uns bei der in der Praxis durchgeführten "Munich Platelet Shape Study MPSS" unterstützt haben! Weitere Informationen zu den durchgeführten Forschungsarbeiten und den bislang vorliegenden Zwischenergebnissen der Studie finden Sie auf meinem Forschungsprofil: Max-Joseph Kraus on ResearchGate


2017-09-28

Grippezeit


Pünktlich zum Münchner Oktoberfest treten auch wieder vermehrt grippale Infekte und Erkältungskrankheiten in der Praxis auf.

Der aktualisierte Grippeimpfstoff steht bereits seit Anfang September zur Verfügung und wird bislang gut vertragen.

Impfen lassen sollten sich insbesondere
  • alle durch eine chronische Krankheit oder sonstwie geschwächten Menschen
  • alle, die älter als 60 Jahre sind, 
  • alle, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind (viel Publikumsverkehr) und 
  • alle, die zu besonders gefährdeten Patienten wie zum Beispiel durch andere Krankheit geschwächte Patienten engeren Kontakt haben.

Details zur Grippeimpfung finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.

Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen ist die Händehygiene! Bitte waschen Sie gerade in den Herbst- und Wintermonaten vermehrt die Hände!

2017-04-05

Wissensangebot zur Qualität der Pflege

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZPQ) ist eine gemeinnützige Stiftung des Verbands der privaten Krankenversicherungen e.V.. Das ZPQ stellt in seinem Wissensangebot  Analysen und Ratgeber zur Qualität und Verbesserung der Pflege zur Verfügung. Bemerkenswert sind hier zum Beispiel die Ratgeber "Gute Pflege erkennen - Professionelle Pflege zu Hause" oder "Demenz - Impulse und Ideen für pflegende Partner".

2017-01-09

Grippe?

In diesen Tagen erreicht uns ja die Grippewelle 2017. In unserer Praxis können wir das Vorliegen einer echten Influenza (A oder B) durch den Einsatz eines besonders schnellen molekulargenetischen Tests (Alere i) aus einem einfachen Nasenabstrich mit einer Sensitivität von bis zu 99,3% innerhalb von 15 min nachweisen.  

Die frühe Diagnostik einer Influenza ist wichtig, um schnell ausreichende symptomatische Maßnahmen einzuleiten, die zu erwartende Krankheitsdauer und -schwere, sowie die Ansteckungsgefahr besser einzuschätzen und um auf in diesem Fall sinnlose Therapien (Antibiotika) verzichten zu können.

2016-09-16

Wörterbuch für Volkskrankheiten und Krebserkrankungen

Das Ärztliche Zentrum für Qualität (ÄZQ), eine gemeinsame Einrichtung der Bundesärztekammer und der kassenärztlichen Bundesvereinigung, hat ein Online-Wörterbuch für Volkskrankheiten  und ein Wörterbuch für Krebserkrankungen veröffentlicht. Hier werden zahlreiche Fachbegriffe in halbwegs verständlicher Sprache erklärt.

Das ÄZQ veröffentlicht vornehmlich Patientenleitlinien als Informationsbasis für Patienten, um die geltenden wissensbasierten ärztlichen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie häufiger chronischer Erkrankungen in eine Laien-verständliche Sprache zu übersetzen.

2016-08-01

Tetanus Todesfall in Bayern - Bedeutung regelmäßiger Auffrischimpfungen

Laut Aussage des aktuellen Newsletters des deutschen Ärzteblatts ist es in Bayern nach einem banalen Gartenunfall zum Todesfall einer 82-jährigen gekommen.
Ich möchte das zum Anlass nehmen, um Sie wieder an die Bedeutung regelmäßiger Auffrischimpfungen gerade auch bei Älteren zu erinnern. Gerne überprüfen wir Ihren aktuellen Impfstatus anhand Ihrer Impfdokumente oder durch Überprüfung Ihrer Impftiter. 

Bitte sprechen Sie uns an!

2016-06-12

Alltagsaktivität als wichtiger Baustein im Kampf gegen Diabetes und Demenz?

Radio Bayern 2 bringt unter dem Titel "Inaktivitätsforschung - Wenn uns Sitzen krank macht" ein gut recherchiertes und meines Erachtens nach sehr hörenswertes Podcast zur Bedeutung unserer Alltagsaktivität bzw. -inaktivität in der Entwicklung von so bedeutsamen Erkrankungen wie Diabetes und Demenz.
Bereits seit Jahren empfehle ich die Anwendung eines Schrittzählers als eine ganz einfache Methode zur Integration von mehr Aktivität in unsere täglichen Lebensabläufe. Im Sinne des Programms www.zehntausendschritte.de ergibt sich so eine einfache Möglichkeit, die eigene tägliche Aktivität im Blick zu halten und dadurch zu steigern. Meiner Erfahrung nach funktionieren auch die Schrittzähler-Apps fürs Smartphone ausgesprochen gut.

2014-06-15

Differenzierte Einschätzung zur FSME-Impfung

Liebe Patienten,
Unter folgendem Link finden Sie eine meines Erachtens nach lesenswerte und differenzierte Einschätzung zu Sinn und Unsinn der FSME-Impfung.

http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/medizinisches-mainmenu-16/31-fsme

Jede Impfung sollte unter Berücksichtigung der Erkrankungswahrscheinlichkeit, der möglichen Risiken einer Erkrankung und den möglichen Risiken der Impfung gut überlegt werden. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne für ein beratendes Gespräch zur Verfügung.

2014-05-19

Läuse

Liebe Patienten,
immer wieder kommt es zu Ausbrüchen von Kopflausbefall insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergarten und Schule. Auch wenn Läuse grundsätzlich nicht gefährlich sind und keine Krankheiten übertragen, ist ein Befall doch unangenehm und lästig und breitet sich gerne und schnell aus.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zu diesem Thema ein hervorragendes Mekblatt herausgegeben, das Sie hier herunterladen können. Unter http://www.bzga.de/infomaterialien/kopflaeuse-was-tun/ steht dieses Merkblatt auch in anderen Sprachen wie Türkisch, Russisch oder Englisch zur Verfügung.

2014-02-12

Achtsamkeit in München

Achtsamkeit (Mindfulness) fasziniert und überzeugt mich als Weg zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit und damit als möglichen  Ausweg aus unserer häufig so ausgebrannten (burn-out) Lebenswirklichkeit.
Führende Köpfe der Münchner Mindfulness-Szene präsentieren sich gemeinsam auf der Webseite http://center-for-mindfulness.de/ . Sie finden hier Anregungen, Anleitungen und Kurstermine für Mindfulness based stress reduction (MBSR), Mindfulness based cognitive therapy (MBCT) und Mindfulness based self compassion (MSC).

2012-01-03

Download Formular für Patientenverfügung

Die Rechtsanwaltskanzlei Putz und Steldinger, die sich einen Namen mit der Verfechtung von Patientenrechten am Lebensende gemacht hat, stellt Formulare zur Ausfertigung einer Patientenverfügung zum Dowload zur Verfügung:
Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Kanzlei.

2010-11-01

Grundlagenforschung zur Funktionstestung von Blutplättchen

Ich darf Sie auf die kürzlich erfolgte Veröffentlichung unserer Grundlagenarbeit zur Funktionstestung von Thrombozyten hinweisen.
Einen Abstract finden Sie unter http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Doi=320723, den Volltext können Sie als pdf  herunterladen oder in der Praxis als Druckversion einsehen.
 
 

2010-08-17

Hörtest per Telefon

Die HörTech gGmbH bietet für 0,99 €/Anruf  unter der Telefonnummer 09001 217221 einen prämierten (http://idw-online.de/pages/de/news382734) Hörtest zur Früherkennung von Hörschäden an.
 
Detailliertere Informationen unter: http://www.hoertest-per-telefon.de/
 
 

2009-11-11

Ein Leben

Wer sich sein reifes Leben lang Mühe gab,
wer Freude für sich und Andere suchte,
wer mit angeborenen Schwächen so weit wie möglich zurecht kam,
wer seine Talente nicht brach liegen ließ,
wer an Treue glaubte und sie übte,
wer half, wo er helfen konnte und helfen Sinn hatte,
wer einmal dies glaubte und einmal das, weil er eben ein Mensch und kein Engel war - was sollte der vom Tode fürchten?

Golo Mann
"Briefe 1932 - 1992"

2009-09-16

Korruption im Gesundheitswesen

Angesichts der aktuell wieder verstärkt aufkeimenden Diskussion um verschiedene Formen von Korruption im Gesundheitswesen möchte ich mit Nachdruck auf den Codex des privatärztlichen Bundesverbandes hinweisen, dem ich mich verpflichtet fühle:

1. Wir lieben unseren Beruf und üben ihn frei und unabhängig aus - im Bewußtsein besonderer ärztlicher Verantwortung für unsere Patienten.

2. Wir tragen das volle Risiko unserer wirtschaflichen Existenz und akzeptieren daher weder sachfremde Zwänge noch sonstige Einflußmahme Dritter.

3. Wir treffen unsere Therapieentscheidung nach bestem Wissen und Gewissen, angepaßt an die Erfordernisse jeden Einzelfalles.

4. Wir sind ausschließlich dem Wohl unserer Patienten verpflichtet und wissen, daß dabei Vertrauen und Leistung untrennbar miteinander verknüpft sind.

5. Wir stehen auf dem Boden der klassischen, naturwissenschaftlich ausgerichteten Heilkunde, ohne jedoch vernünftige alternativmedizinische Konzepte auszuschließen.

6. Wir sind nicht die Ärzte für die "Oberen Zehntausend", Unser medizinisches Angebot richtet sich an alle mündigen, selbstbewußten und eigenverantwortlichen Patienten, die den Wert ihrer Gesundheit zu schätzen wissen.

7. Wir bieten Preis- und Leistungstransparenz auf allen Ebenen und muten schon aus eigenem Interesse keinem unserer Patienten höhere Belastungen zu, als er unter Kosten- Nutzen-Gesichtspunkten tragen kann.

8. Wir öffnen unsere Praxen auch Kassenpatienten, die aufgrund besonderer Umstände eine individuelle Beratung wünschen.

9. Wir sind verantwortungsbewußte Partner im Gesamtsystem des Gesundheitswesen und als solche für Politiker und Kostenträger ein Faktor der Stabilität und Verläßlichkeit.

10. Wir haben uns zur Wahrung unserer legitimen Interessen in einem eigenen Verband zusammengeschlossen und laden alle Gleichgesinnten zur aktiven Mitgliedschaft ein.

2009-09-06

Impfen gegen Schweinegrippe?

Vier engagierte Mediziner (Dr. med. Günther Egidi und Dr. Michael Mühlenfeld aus Bremen, Prof. Dr. Michael Kochen aus Göttingen und Dr. Uwe Popert aus Kassel) haben den m.E. nach sehr lesenswerten Entwurf einer Patienteninformation zur bevorstehenden Impfung gegen die Schweinegrippe zur Verfügung gestellt.

Patienteninformation Impfen gegen Schweinegrippe?

Fazit: Es bleiben viele Fragen offen. Eine abwartende Zurückhaltung ist angezeigt.

Ich verfolge die Entwicklungen zur Diskussion um die Schweinegrippe sehr aufmerksam. Sobald sich neue Erkenntnisse ergeben, werde ich Sie natürlich informieren.

2009-09-04

Stufen (von Hermann Hesse)

Heute hat mich ein Patient auf folgendes Gedicht von Hermann Hesse aufmerksam gemacht, das ich für meine Arbeit als wichtig empfinde:

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

2009-06-25

Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter

Was passiert mit mir, wenn ich plötzlich oder langsam meinen Willen nicht mehr klar äußern kann?
Wie soll meine weitere Versorgung dann aussehen?
Wer wird meine Interessen dann vertreten?
Welche Dinge im Leben und Sterben sind mir wichtig?
 
Diese und andere Fragen können in einer Vorsorgevollmacht angesprochen werden. Das Bayerische Justizministerium hat hierzu eine weithin anerkannte Vorlage mit Anleitung entworfen, die Sie unter folgender Adresse downloaden können.
 
Gerne sind wir Ihnen bei der Ausfertigung Ihrer persönlichen Patientenverfügung behilflich und diskutieren mit Ihnen Ihre Zweifel und Fragen.
 
 

2009-04-28

Schweinegrippe - Weltweite regionale Verteilung

Bei Flutracker finden Sie eine anschauliche Darstellung der weltweit bislang aufgetretenen Fälle von Schweine-Influenza-Infektionen. Die WHO hat heute die Pandemiewarnstufe auf 4 von 6 möglichen Stufen heraufgesetzt.
 
Sie haben Fieber, Gliederschmerzen, Erkältungssymptome und kommen gerade von einer Reise aus den betroffenen Gebieten? Bitte kontaktieren Sie einen Arzt.
 

2009-04-27

Schweinegrippe

Aktuelle Informationen zu den Risiken durch die in Mexiko und USA aufgetretenen Fällen von Schweine-Influenza können Sie über das Robert-Koch-Institut abrufen: Einschätzung des Robert Koch-Instituts zur Situation der Schweinegrippe .
Bei uns besteht zur Zeit kein erhöhtes Risiko, die weitere Entwicklung dieser aktuellen Infektionswelle muß aber aufmerksam beobachtet werden. Es ist unklar, ob der Grippeimpfstoff 2008/2009 einen ausreichenden Schutz gegen das Virus bietet.

Bitte beachten Sie vor Reisen nach Mexiko die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes.

2009-02-03

Grundlegendes zur Palliativmedizin

Am 2.2.09 habe ich vor den Ärzten der Bereitschaftsdienstgruppe München Land 04 ein Referat zu den Grundlagen der palliativen Versorgung im Landkreis München Süd gehalten. Den Volltext finden Sie hier als PDF-Datei: Referat Palliativmedizin.

Sehr verehrte, liebe Kollegen,

"die wissenschaftlichen Überzeugungen von heute sind die Irrtümer von morgen " - ein Satz, den wir alle schon schmerzlich zu spüren bekommen haben. Manch eine therapeutische Gewissheit, auf die man sich fest verlassen konnte, gilt zwischenzeitlich als Kunstfehler.

Aber es gibt eine, ja vielleicht nur eine einzige medizinische Gewissheit, die für uns alle und ausnahmslos bleibende Gültigkeit besitzt: Jeder einzelne von uns und jeder einzelne unserer Patienten wird sterben. Und obwohl, oder vielleicht auch weil, kaum eine Tatsache eine so universelle Gültigkeit besitzt wie unser aller kommender Tod, denkt kaum jemand gerne an dieses bevorstehende Ereignis. Der Tod wird gesellschaftlich weitgehend tabuisiert, man redet nicht darüber. Dies zeigt sich u.a. auch an dem Mangel statistisch valider Daten, um die tatsächlichen Umstände des Sterbens zu beschreiben. Nach Prof. Borasio[1] starben 2007 etwa 45 %, nach anderen Quellen sogar 60-80 %[2], der etwa 830.000 in Deutschland verstorbenen Menschen in Krankenhäusern, 25% sterben zu Hause, 25 % sterben im Heim, jeweils etwa 1% starben auf einer Palliativstation oder einem Hospiz und ca. 3% starben anderswo. Die häufigste Todesursache sind Herz-Kreislauferkrankungen (43,4 %), gefolgt von Tumorerkrankungen (25,6 %) und Erkrankungen des Atmungssystem (7,4 %)[3].

Zwar ist der Wunsch nach einem schnellen und guten Tod weit verbreitet ("Abends zu Bett gehen und morgens tot aufwachen") in einer Vielzahl von Fällen ist der Tod aber ein langsamer, planbarer Prozess, der sich über Tage und Wochen ankündigt und reichlich Gestaltungsspielraum für die äußeren Umstände des Sterbens zulässt.

Etwa 75 % Prozent der Tumorpatienten[4] wünschen sich einen Lebensabschluss in der Ihnen vertrauten häuslichen Umgebung. Tatsächlich kann aber nur 33% Prozent dieser Patienten dieser Wunsch erfüllt werden. Die restlichen Patienten versterben im Krankenhaus oder im Heim, zumeist umgeben von Ihnen unbekannten Ärzten und Schwestern, meist in einer sterilen Umgebung und häufig unter erheblichem Zeit- und Bettendruck, der wenig Platz für persönlichen Abschied und Trauer zulässt.

Krankenhäuser verstehen sich eben zuallererst als Orte der Gesundung, der Tod ist hier eher ein unerwünschtes Missgeschick. Gerade die großen Akutkliniken können die Intimität und Kontinuität einer effektiven Sterbebegleitung nicht bieten.

Genau aus dieser offensichtlichen Missachtung des Todes als eigentlich relevantestes Ereignis im Leben jedes Menschen ist in England in den 1960er Jahren unter dem Einfluß von Cicely Saunders die Hospizbewegung entstanden. Eine Bewegung, die versucht, den tod- und schwerstkranken für die es keine Heilung mehr gibt, zumindest eine maximale symptomatische Therapie und einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Unter Einfluss dieser Bewegung hat sich dann in den 80er und 90er Jahren die Palliativmedizin entwickelt, die der grundlegenden Aufgabe des Arztes, Leiden und Schmerzen zu lindern, einen Namen gibt.

Palliativmedizin ist nach WHO "die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten (und Ihrer Angehörigen), mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung der Schmerzen, anderer Krankheitsbeschwerden, psychologischer, sozialer und spiritueller Probleme höchste Priorität besitzt". Oder in den Wort der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): "Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, für die das Hauptziel der Begleitung die Lebensqualität ist ".

Eine solche Betreuung eines Sterbenden kann i.A. nicht durch einen einzelnen Arzt geleistet werden. Vielmehr muss für jeden Palliativpatienten ein Netzwerk aus Betreuungspersonen gebildet werden, zu dem Hausarzt, Krankenhausarzt, Palliativmediziner, Fachärzte, Angehörige, Pflegedienst, Palliativstation, Seelsorger, Apotheker, Sanitätshaus, Sozialarbeiter, Ehrenamtliche usw. gehören können. Im Vordergrund steht immer die Würde des Patienten und eine bestmögliche Symptomkontrolle. Palliativmedizinische Leitsymptome im letzten Lebensjahr von Tumorpatienten sind Schmerzen (84%), Kachexie (71%), Übelkeit und Erbrechen (51%), Dyspnoe (47%), Obstipation (47%), Depressionen (38%), Verwirrtheit (33%), Sorgen/Ängste Familie (33%), Sorgen/Ängste Patient (25%)[5]. Wichtige Symptome in der Terminalphase sind: Somnolenz (55%), Rasselatmung (45%), Unruhe (43%), Schmerzen (26%), Dyspnoe (25%), Übelkeit/Erbrechen (14%).[6]

Der durchschnittliche deutsche Hausarzt betreut im Jahr 2 bis 3 Palliativpatienten. Zu wenig, als dass sich bei einer insgesamt schlechten Bezahlung der palliativen Betreuungssituation eine kostenintensive Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Palliativmedizin wirklich lohnt. Die Bundesärztekammer empfiehlt deshalb auch eine Aufteilung der Palliativversorgung in eine Allgemeine Palliative Versorgung (APV), die von den Hausärzten und Pflegediensten geleistet wird, und eine ergänzende Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung (SAPV), die von besonders qualifizierten Ärzten und Fachpflegekräften, sog. Palliative Care Teams (PCT) angeboten wird[7]. Seit 1.4.2007 hat jeder gesetzlich krankenversicherte Patient in einer palliativen Versorgungssituation Anspruch auf eine SAPV. Die SAPV soll über ein rund um die Uhr geschaltetes Telefon erreichbar sein und hilft bei der Netzwerkbildung und steht bei palliativen Problemsituationen mit Rat und Tat zur Seite.

Von den 130 Millionen für das Jahr 2007 für die SAPV zur Verfügung gestellten Euros sind aber tatsächlich nur etwa 500 000 Euro abgefragt worden. Woran liegt das? Zum einen ist die Tatsache der Möglichkeit einer SAPV an sich nur wenig bekannt, zum anderen sind die notwendigen Strukturen, die den hohen Anforderungen der SAPV gerecht werden, noch gar nicht flächendeckend ausgebaut.

Auch in unserer insg. strukturstarken Region ist die SAPV erst am entstehen. Ein PCT für den südlichen Landkreis München wird sich aus Mitarbeitern des Palliativen Beratungsteams der Caritas in Taufkirchen, Ärzten der Palliativstationen der Krankenhäuser München-Harlaching und -Neuperlach und einigen palliativmedizinisch zusatzqualifizierten niedergelassenen Ärzten aus dem Landkreis zusammensetzen. Ziel ist es, den Kollegen im Landkreis rund um die Uhr einen palliativmedizinisch kompetenten Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen, der telefonisch oder vor Ort beim Hausbesuch, die Versorgungssituation unterstützt, weitere Ansprechpartner vermittelt, bei der Bildung des patientenindividuellen Betreuungsnetzwerkes hilft und die verschiedenen Aktivitäten koordiniert.

In unserer Gemeinde leben laut Einwohnermeldeamt zum Stichtag 30.1.2009 1909 Patienten über 70 Jahre, das sind 17,2 Prozent der Grünwalder Gesamtbevölkerung, bzw. 925 Patienten über 80 Jahre (8,4%), von denen viele in absehbarer Zeit Ihren Tod finden werden. Viele von Ihnen sind jetzt schon pflegebedürftig, unheilbar erkrankt, langsam progredient verfallend. Diese Patienten wissen meist besser als wir, dass sie sterben müssen und in absehbarer Zeit sterben werden. Mit diesen Patienten müssen wir ins Gespräch kommen, wir müssen sie nach Ihren Wünschen und Ängsten fragen. Welche Form der Sterbebegleitung wünschen sie sich? Wo möchten sie sterben? Im Krankenhaus? Im Pflegeheim? Im Hospiz? Zu Hause? Welche religiösen Aspekte sind Ihnen wichtig? Wovor haben sie am meisten Angst? Unter welchen Beschwerden leiden sie am meisten? Und dann müssen wir nach Lösungen suchen. Viele Ängste können den Patienten und Ihren Angehörigen schon genommen werden, indem wir Ihnen einen kompetenten und jederzeit erreichbaren Ansprechpartner zur Verfügung stellen. Eine suffiziente Schmerztherapie ist eine existentielle ärztliche Pflicht, Morphin hat sich bei schwer zu kontrollierenden Schmerzen vielfach bewährt! Wenn ein Patient zu Hause sterben will, sollten wir alles uns mögliche unternehmen, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Will ein Patient im Krankenhaus sterben, sollten wir eine geeignete Klinik, die auf eine Betreuung in der Sterbephase ausgerichtet ist, für ihn finden. Will ein Patient, dass alles medizinisch mögliche unternommen wird, um sein Leben unter allen Umständen zu verlängern, sollten wir ihm auch hierbei behilflich sein.

Die wichtigste Aufgabe des Arztes bei der Lösung einer palliativen Problemsituation: Zuhören. Was möchte der Patient, was sind seine Ängste, seine Beschwerden, sein Wünsche? Was fürchten die Angehörigen, die Schwestern, der Pflegedienst?

Immer wieder sollten wir uns vor Augen führen, dass auch einigen von uns wahrscheinlich kein schneller Tod vergönnt sein wird. Und dass auch wir dann auf einen Menschen hoffen wollen, der uns hilft, unsere schlimmsten Leiden zu ertragen, der Verständnis für die uns verbliebenen Sehnsüchte und Wünsche hat, und der alles ihm mögliche unternimmt, um uns diese Wünsche zu erfüllen. Es geht darum, wie es Cicely Saunders so treffend formuliert hat, "nicht dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben".

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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[1]Borasio, J. D.; Vortrag beim Sterzinger Palliativtag 2007. http://palliativmedizin.klinikum.uni-muenchen.de/docs/borasio/sterzing.ppt

[2] Heier, M.; Zu Hause sterben. Ein Abschied in Würde. FAZ.net. 1.12.2008

[3] Statitisches Bundesamt, 2007. http://de.statista.org/statistik/daten/studie/240/umfrage/verteilung-der-sterbefaelle-nach-todesursachen/

[4] Oorschot, B.; "Wer zu Hause sterben möchte, sollte diesen Wunsch rechtzeitig äußern"

http://www.dgpalliativmedizin.de/pdf/50525%20Entscheidungsproze%DF%20Tumorpatienten.pdf

[5] Higginson, 1997

[6] Nauck, 2000

[7] Kaplan, Albrecht; Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. 2007

2008-10-06

1. Multiprofessioneller Qualitätszirkel "Palliative-Care" im Landkreis München

auf Wunsch vieler Teilnehmer an der ersten Kursweiterbildung Palliativmedizin für Ärzte im Landkreis München im Frühjahr diesen Jahres, freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können den

1. Multiprofessionellen Qualitätszirkel "Palliative-Care" im Landkreis München

ins Leben zu rufen.

Gedacht ist an 4 Fallbesprechungen im Jahr mit wechselnden Veranstaltungorten (Norden, Osten, Süden Westen). Die erste Besprechung findet am 15.10.08 um 19.30h bei Herrn Dr. Max-Joseph Kraus, Robert Koch-Str. 9 in 82031 Grünwald statt.

Der Qualitätszirkel steht offen für Mitarbeiter mit Palliative-Care Kenntnissen aus

  • der Medizin,

  • der Pflege,

  • der Sozialarbeit und

  • sonstige Berufsgruppen aus dem ambulanten und stationären Versorgungsbereich


Die Besprechungen leben von den Fällen die die Teilnehmer aus ihrer täglichen Arbeit mitbringen. Bitte informieren Sie ihre Mitarbeiter und ermöglichen die Teilnahme an diesem Qualitätszirkel. Geleitet wird der Kreis von Dr. Christoph Fuchs, Onkologe, Palliativmediziner und Geriater, ltd. Oberarzt der Akutgeriatrie im Krankenhaus Neuperlach und Katja Goudinoudis, med.-pfleg Palliative-Care Fachkraft, Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst im Caritas-Zentrum Taufkirchen. Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer sind beantragt. Eine Teilnahmebestätigung für Mitarbeiter aus der Pflege können auf Wunsch ausgestellt werden.

Wir freuen uns über ein rege Teilnahme und interessante Besprechungen.

Anmeldung bitte an
Katja Goudinoudis
med.-pfleg. Palliative-Care Fachkraft
Ambulanter Hospiz- und Pallitaivberatungsdienst
Caritas-Zentrum Taufkirchen
Am Bahnsteig 14, 82024 Taufkirchen
Telefon: 089/ 960 517 - 0, Fax: - 18
eMail: Katja.Goudinoudis@caritasmuenchen.de
Internet: www.caritas-taufkirchen.de

2008-09-24

GKV- versichert und trotzdem Privatpatient! Wie geht das?

Die Kostenerstattung ist seit 2004 ein Patientenrecht. Jeder gesetzlich Versicherte kann bei seiner Kasse das Prinzip Kostenerstattung wählen. Er gilt dann bei allen Ärzten als Privatpatient und erhält eine Rechnung nach deren Gebührenordnung. Die Kostenerstattung ermöglicht daher den Zugang zu allen medizinischen Leistungen.

Die Wahl der Kostenerstattung ist jedoch mit finanziellen Risiken verbunden. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten nicht die volle Rechnung des Arztes. Mit einer Kostenerstattungsversicherung (K.E.V) schließen Sie diese Deckungslücke. Dr. Rinner & Partner haben sich auf die Beratung und Vermittlung von Kostenerstattungsversicherungen spezialisiert und können Ihnen einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Versicherungsmöglichkeiten geben. Hier können Sie eine Beratung zur K.E.V anfordern:
Dr. Rinner und Partner, Kostenerstattungsversicherung

Siehe auch: Kostenerstattung für gesetzlich krankenversicherte Patienten

2008-07-30

Akademische Forschungspraxis Osteoporose

Als akademische Forschungspraxis beteiligen wir uns an einer von der Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Göttingen und dem Robert-Koch-Institut Berlin initiierten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie zur Erforschung des Knochenbruchrisikos durch Osteoporose.

Alle Patientinnen ab 60 Jahre und alle Patienten ab 70 Jahre sind zur Teilnahme eingeladen. Es werden die grundlegenden Osteoporose-Risikofaktoren erfasst und ein Mobilitätstest durchgeführt, Sie erhalten im Anschluß sofort eine Einschätzung Ihres aktuellen Knochenbruchrisikos und therapeutische Empfehlungen.

Die Studie läuft über 1 Jahr, insgesamt sollen in unserer Praxis 200 Patienten erfasst werden.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

2008-06-23

Sterben und Palliativmedizin


Palliativmedizin ist die ärztliche Kunst, die sich vornehmlich mit der Linderung von Beschwerden der Todkranken und Sterbenden beschäftigt.
Der Fokus der Therapie verschiebt sich vom Ziel einer Heilung der Krankheiten hin zu einer optimalen Symptomkontrolle.

Um Ihnen auch hier eine bestmögliche Versorgung gewährleisten zu können, absolviere ich zur Zeit die Kurs-Weiterbildung Palliativmedizin in
Kooperation mit dem Landkreis München vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft Hospiz, die an der Christopherus Akademie im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin der Ludwigs-Maximilians-Universität München durchgeführt wird.

Im Rahmen dieser Weiterbildung hat sich mir auch wieder ein Ereignis in den Vordergrund gedrängt, das mich schon ganz zu Anfang meiner ärztlichen Ausbildung stark geprägt hat und wesentlichen Anteil an meinem Bestreben hin zu einer menschlichen und dem Menschen gerechten Medizin gehabt hat: Der Tod des ersten Patienten, den ich als Arzt selbst mit begleiten durfte. Ich habe die Empfindungen dieses Tages noch am selben Abend aufgeschrieben und möchte Sie hier daran teilhaben lassen: Jetzt ist er tot.

2008-06-16

Nutzen und Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln

Schlaf- und Beruhigungsmittel werden von weiten Teilen der Bevölkerung zum Teil schon bei leichten Schlafstörungen unreflektiert eingenommen. Dabei weisen sie ernstzunehmende Risiken auf.
Die Bayerische Landesärztekammer hat unter dem Titel: "Immer mit der Ruhe ... Nutzen und Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln" eine Infobroschüre zum Download bereitgestellt, die wertvolle Informationen zu diesem Thema bietet.
Schlafstörungen sind sehr häufig mit psychischen Belastungen assoziiert. Die "Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson" bietet hier eine nebenwirkungsfreie Alternative, die jedoch etwas persönlichen Einsatz erfordert. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne weitere Informationen zur Verfügung. Bitte senden Sie eine entsprechende Anfrage an pmr@praxis.mjkraus.de .

2008-01-31

Metabolic Balance ®

Mit dem Stoffwechselprogramm Metabolic Balance ® bieten wir Ihnen einen einfachen und zuverlässigen Weg, Stoffwechselstörungen natürlich und medikamentenfrei selbst wieder zu regulieren.

Grundlage ist ein auf Ihr persönliches Profil (Fettverteilung, Laborprofil, Ernährungsgewohnheiten) zugeschnittener, detaillierter Ernährungsplan, der unter Berücksichtigung des Fett-, Kohlehydrat-, Protein-, Vitamin- und Mineralstoffgehalts sowie des Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen der Nahrungsmittel zu einer zuverlässigen und andauernden Regulierung des aus den Fugen geratenen Stoffwechsels führt. Als gewünschte Nebenwirkung führt eine Ernährung nach Metabolic Balance ® auch zu Ihrem persönlichen Optimalgewicht.

Eine Stoffwechselharmonisierung ist besonders geeignet bei Fettstoffwechselstörungen (Cholesterin, LDL, HDL), bei Hyperurikämie (Gicht, Harnsäure), bei rheumatischen Beschwerden, und bei Über- und Untergewicht.

Gerne können Sie in unserer Praxis unter Tel (089) 649 54 228 oder praxis@mjkraus.de einen Termin für eine kostenlose Einführung in das metabolic balance ®-Programm vereinbaren.

Weitere Informationen unter:
Therapie/Stoffwechselstörungen
www.metabolic-balance.de

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