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21. November 2021

Wir impfen trotzdem weiter! Mit aller Kraft!

Liebe Patient*innen, 
  • Alle vereinbarten Impftermine bleiben bestehen!
  • Neue Impftermin-Fenster für die kommende Woche können wir aktuell jeweils nur noch am Dienstag in unser System einpflegen, nachdem die Lieferung bestellter Impfstoffe tatsächlich eingetroffen ist. Bitte prüfen Sie das Angebot online angebotener Termine regelmäßig.
    Wir geben unser Bestes, um Ihnen schnellstmöglich eine Impfung zu ermöglichen.
  • Erst- und Zweitimpfungen haben Vorrang vor Booster-Impfungen
  • Länger zurückliegende Zweitgeimpfte haben Vorrang vor kürzer zurückliegend Zweitgeimpften.
  • Patienten mit Vor- und Grunderkrankungen haben Vorrang vor Gesunden.
  • Wir bemühen uns nach unseren besten Kräften, Ihnen schnellstmöglich einen Impftermin mit dem von Ihnen favorisierten Impfstoff zu ermöglichen.
  • Weiterhin gelten die bislang auch geltenden Empfehlungen
    • Erstimpfung nur noch mit Biontech oder Moderna
    • Zweitimpfung mit demselben mRNA Impfstoff wie nach der Erstimpfung
    • Boosterimpfung nach
      • 2 x Biontech mit Biontech oder ggf. auch Moderna
      • 2 x Moderna mit Moderna oder ggf auch Biontech
      • 2 x Astra mit Biontech oder Moderna
      • 1 x Astra und 1 x Biontech mit Biontech
      • 1 x Astra und 1 x Moderna mit Moderna
    • Alter unter 30 Jahren nur Biontech
  • Für die Boosterimpfung mit Biontech oder Moderna nach 2 x Biontech bzw. 2 x Moderna gibt es keine ganz klare Empfehlung. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Kreuzung der Impfstoffe eine etwas bessere Immunität ergeben soll. Ich selbst habe mich zum Beispiel vor ca 3 Wochen mit Moderna nach 2 x Biontech geboostert. Die Stiko erlaubt eine Kreuzung der Impfstoffe. Vielen Patienten ist aber eine Boosterung mit dem Impfstoff, den sie bereits erhalten haben, lieber. Wir verstehen das, und werden versuchen, Ihnen Ihren Impfwunsch nach unseren besten Möglichkeiten zu ermöglichen.
  • Die Kinderimpfungen für die 5 bis 11-jährigen werden meines Erachtens nach sehr bald zugelassen werden und sollen dann voraussichtlich mit einem Drittel der Erwachsenen-Dosis erfolgen.

  • Die für uns alle am Freitag Nachmittag völlig überraschend verkündete Verordnung von Spahn zur Kontingentierung von Biontech-Impfstoff beruht offenbar nicht, wie von ihm initial vorgegeben, auf einem drohenden Verfall von Moderna-Impfstoff im nächsten Quartal, sondern allein auf der Tatsache, dass das Bundesgesundheitsministerium nicht für eine ausreichende Menge an verfügbaren Biontech-Impfstoff gesorgt hat. Laut Spahn sei die Nachfrage nach BioNTech in den letzten zwei Wochen so stark gestiegen, dass sich das Lager sehr schnell leere. Das ist alles so peinlich und unfassbar, dass ich es eigentlich nicht weiter kommentieren möchte. Mein einziger verbleibender Hoffnungsschimmer ist, dass Spahn's Tage ja sowieso gezählt sind. Es bleibt die Hoffnung, dass ein zukünftiger Bundesgesundheitsminister / eine zukünftige Bundesgesundheitsministerin endlich wieder einen verlässlichen, zuverlässigen und respektvollen Politikstil pflegt und damit dazu beiträgt, dass wieder Vertrauen, Zuversicht und Vernunft sich aufbauen können.

19. November 2021

Hilfe! Biontech Lieferungen an Arztpraxen sollen eingeschränkt werden!

-- Nachtrag vom 28.11.2021: 

Vielen Dank für Ihre überwältigenden, unterstützenden Rückmeldungen und den großen Einfluss, den Sie bei den zuständigen Stellen geltend gemacht haben. Es ist sicherlich auch der Erfolg Ihrer zahlreichen Protestschreiben,- Emails und -Anrufe, dass die anfänglich vorgeschobene Falschbehauptung "Moderna Impfstoff verfällt" innerhalb von Stunden geändert werden musste auf  "wir haben den Bedarf falsch eingeschätzt und nicht genügend Biontech-Impfstoff verfügbar".  Wir lassen diese weitere Episode kommunikativer Verunsicherung und Führungsinkompetenz hinter uns, und geben weiter unser Bestes in der Bewältigung der aktuellen Lage: https://www.p-gg.de/2021/11/wir-impfen-trotzdem-weiter-mit-aller.html .

-- Ende Nachtrag vom 28.11.2021


Liebe Patient*innen, liebe Mitbürger*innen

Pressemitteilung der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung vom 19.11.2021
BITTE HELFEN SIE MIT!!

Heute, am Freitagnachmittag, den 19.11.2021, gegen 18 Uhr, wurde die Deutsche Ärzteschaft völlig unvermittelt vom Bundesgesundheitsministerium informiert, dass ab sofort die Belieferung der niedergelassenen Ärzte mit dem Impfstoff  Cominarty (r) von Biontech/Pfizer massiv eingeschränkt wird auf eine maximale Menge von 5 Vials (= 30 Impfdosen) pro Woche.

Liebe Patienten, diese Einschränkung in der aktuellen Situation, ist einfach nur noch ABSURD! Gerade jetzt brauchen wir unbeschränkt Zugriff auf Impfstoff ohne jede Einschränkung. Es müssen jetzt mit aller Kraft so viele Menschen wie irgendwie möglich geimpft werden. 

Nachtrag 23.49: wir impfen andauernd viel Biontech und viel Moderna. Für uns hätte ein einfacher Aufruf des BMG "Bitte impft mehr Moderna, es verfällt!" völlig gereicht. Wir brauchen keine Maßregelungen aus dem BMG, wir bräuchten dessen Unterstützung. 

Bitte machen Sie all Ihren Einfluss geltend!

Bitte kontaktierten Sie 

Jens Spahn
Wahlkreisbüro
Bahnhofstr. 10
48431 Rheine
Telefon: +49(5971) 50046
Telefax: +49(5971) 12952
oder
Jens Spahn MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
030 227 - 79309
jens.spahn@bundestag.de

oder nutzen Sie alle sonstigen Ihnen offen stehende Wege.


14. November 2021

Covid Impfung - Häufige Fragen

Liebe Patienten,

ab 14.11.21 sammeln wir hier häufige Fragen zur Covid-Impfung. Wird regelmäßig aktualisiert.

  • Was sind die Voraussetzungen für eine Auffrischimpfung?
    Sie sind zweimal mit einem zugelassenen Covid-Impfstoff geimpft und die zweite Impfung ist ca 6 Monate her. 
  • Ich habe meine Grundimmunisierung mit dem Impfstoff Johnson&Johnson erhalten. Soll ich auch eine Auffrischung erhalten?
    Der Impfschutz nach einer Infektion Johnson/Janssen reicht offenbar nicht. Es sollte bereits ab 4 Wochen nach der ersten Impfung eine Auffrischung mit einem mRNA Impfstoff (Biontech oder Moderna) erfolgen.
  • Befürworten Sie grundsätzlich die Impfung gegen Covid-19?
    Ja, ich befürworte die Impfung praktisch für jeden. Wir impfen aktuell im Rahmen der Zulassung alle ab 12 Jahre.
  • Ist die Impfung für besondere Personengruppen besonders empfohlen?
    Ja, die Impfung ist besonders wichtig für alle Menschen mit einer Einschränkung ihres Immunsystems, wie zum Beispiel sehr alte Menschen, chronisch erkrankte, Patienten mit Asthma, Immundefekten usw. Diese Personengruppen werden von uns bevorzugt geimpft.
  • Welchen Impfstoff empfehlen Sie für die Auffrischungsimpfung?
    Entsprechend der Zulassung empfehlen wir eine Auffrischung mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer (Cominarty) oder Moderna (Spikevax).
  • Ich habe eine Kreuzimpfung mit Astra/Biontech oder Astra/Moderna erhalten. Mit welchem Impfstoff sollte die Auffrischung erfolgen?
    Die Auffrischung sollte mit dem zuletzt eingesetzten mRNA Impfstoff erfolgen, also Biontech bei Astra/Biontech und Moderna bei Astra/Moderna.
  • Soll man die mRNA Impfstoffe mischen, also Moderna nach 2 x Biontech oder Biontech nach 2 Moderna?
    Es gibt noch keine ganz eindeutigen Daten. Es gibt Hinweise, dass eine Mischung der Impfstoffe eine etwas verbesserte Immunität ergibt. Die Angelegenheit kann aber noch nicht abschließend empfohlen werden. Im Zweifel sollte man sich mit demselben Impfstoff auffrischen lassen, den man im Vorfeld bereits gut vertragen hat. Falls der entsprechende Imfpstoff nicht verfügbar sein sollte, ist auch eine Mix-Auffrischung möglich.
  • Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?
    Alle Covid-Impfstoffe zählen zu den eher stark immunogenen Impfstoffen. Es ist ein ähnliches Nebenwirkungsspektrum wie nach den zweiten Impfungen zu erwarten. Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung, Schwellung, Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Kopfschmerzen. Sehr schwere Nebenwirkungen sind insgesamt sehr selten. Bitte beachten Sie hierzu auch unseren Aufklärungsbogen.
  • Soll ich Grippe und Covid zusammen impfen lassen?
    Wir machen das nicht so gerne. Auf expliziten Wunsch des Patienten ist es möglich, wir lassen aber lieber ca. zwei Wochen Zeit zwischen den Impfungen.
  • Führen Sie noch Erstimpfungen durch?
    Ja, wir freuen uns über jede Person, die sich zu einer Impfung entscheidet.
  • Führen Sie Erstimpfungen mit Astra oder Johnson durch?
    Nicht mehr regelhaft, nur auf besonderen Wunsch als Einzelfallentscheidung.
  • Was kostet die Impfung?
    Die Impfung ist für Sie aktuell kostenfrei. 
  • Wie erhalte ich das digitale Impfzertifikat für mein Handy?
    Ihre Impfung wird von uns in Ihrem Impfdokument (Gelber Impfpass, BITTE MITBRINGEN!) mit Chargen-Nummer und Arztstempel eingetragen. Damit ist die Impfung offiziell gültig dokumentiert. Mit diesem Impfdokument gehen Sie bitte in eine der teilnehmenden Apotheken. Dort wird Ihnen unkompliziert und schnell ein digitales Impfzertifikat mit QR Code ausgestellt, das direkt in die CovPass oder Corona-App eingelesen werden kann. Die zuständigen Stellen können diese Funktionalität leider für uns als Arztpraxis außerhalb des KV-Systems nicht ermöglichen. 

COVID Impfungen - Wichtige Hinweise zur Terminbuchung

Liebe Patienten,

Frei verfügbares Bild von Alexandra_Koch über pixaby
angesichts der dramatischen Covid-Katastrophenlage laufen die Telefone heiß und wir sind wegen der anhaltenden Problematik kaum mehr für Nicht-Covid-Anliegen erreichbar.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise.

Covid-Impfungen bieten wir prioritär für unsere Bestandspatienten an. Nicht-Bestandspatienten können wir nur aus unserem Kern-Einzugsgebiet (Grünwald, Straßlach, Harlaching) annehmen .

Bestandspatienten 

Nicht-Bestandspatienten 

Für alle sonstigen Covid-Impftermin-Fragen und -Wünschen schicken Sie uns bitte am besten eine Email an info@p-gg.de mit Angabe Ihrer Stammdaten (Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Emailadresse, möglichst Handynummer) und einer möglichst konkreten Schilderung Ihres Anliegens. Wir bearbeiten Ihren Wunsch so schnell wie möglich.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!

13. November 2021

Erstimpfer willkommen! (Zweit- und Auffrischimpfer auch)

Liebe Patienten,

es gibt bei uns im Kreis noch viele Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht gegen Covid-19 geimpft sind. Unsere gesundheitliche Versorgungslage spitzt sich immer weiter zu. Wie Sie alle sicherlich wissen, schützt auch eine Impfung wie jede andere medizinische Maßnahme nicht zu 100 % vor einem schweren Krankheitsverlauf. Das Risiko für einen solchen wird aber doch ganz erheblich reduziert. Unsere Systeme wären schon alleine mit den verhältnismäßig seltenen schweren Impfdurchbrucherkrankungen ausreichend belastet. Die ungebremste Verbreitung der Deltavariante unter über 20 Millionen Ungeimpften in Deutschland bringt unser medizinisches Versorgungssystem aber auf allen Ebenen an den Rand der Erschöpfung. 

Mit wem auch immer ich  im Gesundheitssystem zu dieser Thematik spreche - niedergelassene Hausarztkollegen, Fachärzte, Kinderärzte, Krankenhausärzte, Intensivmediziner, Krankenpfleger, Pflegedienste, Altenheimbeschäftigte, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Psychiater, Mitarbeiter des Gesundheitsamts, nicht zuletzt natürlich auch akut und chronisch erkrankte Patienten - es können alle nicht mehr! Die langen Monate der Pandemie mit Ihren zahlreichen widersprüchlichen Aspekten, Angst und Einschüchterung, Hoffnung und Verzweiflung, Einsamkeit und Atemnot, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein, Überforderung und Leid haben überall in unserer Gesellschaft ihre Spuren hinterlassen. 

Ja, es ist richtig: die neu entwickelten Impfstoffe können einem wirklich Angst machen. Es kann doch kein Mensch uns mit letzter Sicherheit sagen, was wir in 10 oder 20 Jahren als Folge der pandemischen Katastrophenlage wirklich noch zu erwarten haben. Aber bleiben wir doch bitte realistisch: kein Mensch kann uns zu irgendeiner in der Gegenwart stattfindenden Maßnahme wirklich mit Sicherheit sagen, was sie für uns in 10 oder 20 oder 30 Jahren bedeuten wird. Das gilt für biologisch oder industriell hergestellte Lebensmittel genauso wie für Kohle-, Sonnen- oder Atomstrom, genauso wie für Schmerzmittel, Antibiotika oder Chemotherapeutika oder aber alles andere was wir tun und lassen. 

Was wir aber sicher wissen ist, dass die Impfung gegen Covid jetzt in diversen Impfstoff-Formulierungen weltweilt bereits milliardenfach durchgeführt worden ist. Wir wissen, dass die Impfung insgesamt ziemlich gut verträglich ist und dass es nur eine verschwindend geringe Zahl an schweren Nebenwirkungen gibt. Wir wissen, dass für keine einzige der in der Geschichte der Menschheit eingesetzten Impfungen jemals eine Spät-Nebenwirkung im Sinne einer erst nach Jahren auftretenden Folgeerkrankung einer Impfung nachgewiesen wurde (der sich hartnäckig haltende vermutete Zusammenhang zwischen MMR Impfung und Autismus ist ein vielfach widerlegtes Postulat ohne jegliches wissenschaftlich haltbares Fundament). Wir wissen, dass die Impfung ziemlich gut gegen einen schwereren Verlauf der Covid-Erkrankung hilft. Und wir wissen, dass die Impfung von den Gesundheitssystem-Verantwortlichen der ganzen Welt ganz unabhängig von der jeweiligen politischen Grundgesinnung befürwortet wird.

Nach allem, was ich nach rund 1500 PCR Abstrichen, 2000 Schnelltests, ca 200 Covid-Erkrankten, 15 an Covid verstorbenen Patienten und rund 1000 durchgeführten Covid-Impfungen weiß, ist die Impfung die viel besser verträgliche und empfehlenswerte Form der Immunisierung gegen Covid-19. Es wird meines Erachtens nach voraussichtlich spätestens Ende 2022 sowieso eine 100%ige Immunisierung der Gesamtbevölkerung  (Geimpft oder Genesen) geben. Nach meinem besten Wissen und Gewissen, und ich blicke hier auf mit meiner Ausbildung insgesamt 30 Jahre medizinisch-ärztliche Erfahrung, davon fast 18 Jahre in eigener Praxis niedergelassen, zurück, ist die Impfung der schnellste und beste verfügbare Weg, um mit möglichst wenig Kollateralschäden dahin zu kommen. 

In diesen Wochen widmen wir unsere Arbeitkraft deshalb soweit wie irgendwie möglich der Bereitstellung von neuen Impfterminen für die Erst-, Zweit- und Auffrischimpfungen gegen Covid. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind unseres Erachtens nach am besten geeignet, wir diskutieren mit Ihnen aber gerne auch die Vor- und Nachteile der anderen zur Verfügung stehenden Impfstoffe (bei uns bislang noch Astra und Johnson) und impfen Sie auf expliziten Wunsch ggf. auch damit.

Rein vorsorglich noch dieses: Die Covid-Impfungen in unserer Praxis sind unabhängig von Ihrem Versichertenstatus für Sie völlig kostenfrei. Wir erhalten pro Impfung vom Staat 20 Euro und können damit gerade die enormen Kosten für Logisitk, Hygiene, Personal, Räumlichkeiten etc decken. Die Covid-Impfungen sind für uns finanziell völlig unattraktiv. Wir bieten sie ausschließlich deshalb so forciert an, weil wir denken, dass es richtig und gut ist. 

Vortrag: "Die Covid-19-Pandemie aus Sicht eines praktizierenden Arztes"

Unsere Erstkraft, Nicole Rotter, GZIM-zertifizierte Impfassistentin, und ich durften am Donnerstag vor dem versammelten Kollegium der 
Schulleiteertagung des Landkreis München einen Vortrag zum Thema   
"Die Covid-19-Pandemie aus Sicht eines praktizierenden Arztes" halten. Vielen Dank für die Einladung und für die vielen engagierten Fragen! Die Folien zum Vortrag senden Sie wir Ihnen gerne nach Anfrage an info@p-gg.de zu. 

Die Vorbereitung auf diesen Vortrag hat mir erneut klar gemacht, wie dramatisch die aktuelle Covid-Lage auch und gerade bei uns in Bayern und im Landkreis München ist und wie wichtig eine klare und vorausschauende Führung durch diese Krise wäre. 
Es ist für mich wirklich unfassbar, wenn ich jetzt jeden Tag wieder eine neue Idee für 3G, 3GPlus, 2G, 1G oder was auch immer höre und nicht schon seit Wochen erwogen, diskutiert und festgelegt ist, wie bei den in Herbst und Winter zwingend zu erwartenden steigenden Inzidenzen und den daraus folgenden verstärkten Belastungen des Gesundheitssystems umzugehen ist!

Das Fazit unseres Vortrags ist: "Nur weil es nervt, ist es nicht vorbei!" Wir alle können Corona nicht mehr hören und nicht mehr sehen. Trotzdem beeinflusst diese größte medizinische Katastrophe der letzten 100 Jahre weiterhin unser aller Leben über alle Maßen und bringt unserer Systeme an den Rand der Erschöpfung. 

Ganz unabhängig von aller Kritik an Aktionismus und fehlender Weitsicht können wir aber alle, ganz egal, ob es jetzt von "denen da oben" angeordnet ist oder nicht, unseren Teil zur Bewältigung der Krise beitragen: mit ein paar einfachen Maßnahmen (Maske tragen, Abstand halten, Menschenmengen meiden, Impfen lassen) reduzieren Sie Ihr persönliches und unser aller gesellschaftliches Risiko  ganz erheblich! Bitte machen Sie mit!

19. September 2021

Grippeimpfungen und 3. Covid-Impfung

Kraft tanken an der dänischen Nordseeküste
Liebe Patientinnen und Patienten,
mit steigenden Covid-Fallzahlen, niedriger Impfquote, zunehmender Corona-Überdrüssigkeit der Gesamtbevölkerung und dem wohl Wahlkampf-bedingten Sistieren aktiver Gesundheitspolitik, erwarten wir wieder einen problematischen Herbst. 

Ich finde es aktuell noch schwierig, die Entwicklungen zuverlässig abzuschätzen. Wahrscheinlich werden aber durch die zunehmende Reduktion der Corona-Maßnahmen sowohl die Corona-Fallzahlen als auch die Fallzahlen anderer aerogener Infektionserkrankungen wieder sehr deutlich steigen und eine hohe Krankheitslast in der Bevölkerung bewirken.

Wichtige vorbeugende Maßnahmen sind:
  • die grundsätzlichen Hygienemaßnahmen (Abstand halten, Hände Waschen, Maske tragen) die schon immer gelten und uns im Rahmen der Pandemie so sehr präsent geworden sind, 
  • ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung an frischer Luft, einer frischen und vitaminreichen Ernährung, und ausreichend Schlaf,
  • eine positive und optimistische Lebenseinstellung und auch
  • die verschiedenen zur Verfügung stehenden Impfungen.
Gerne prüfen und diskutieren wir mit Ihnen Ihren Impfstatus. Besonders wichtige Impfungen in diesen Tagen sind eine aktuelle Grippe-Impfung, bei entsprechendem Risiko ggf. die dritte Corona-Impfung, ggf. die Impfung gegen Pneumokokken und die Pertussis-Impfung.

Bitte vereinbaren Sie ggf. hier einen Sprechstunden-Termin . Gerne können Sie auch in diesem Online-Fragebogen bereits vorab grundsätzliche Kontra-Indikationen abklären und Ihr Einverständnis in die Impfung dokumentieren.

1. August 2021

Sommerferien 2021

Blick aus dem sommerlichen Sprechzimmer
Auch in Bayern haben jetzt die Schulferien begonnen. In den Schulferien ist die Praxis grundsätzlich an den Arbeitstagen nur vormittags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Die Nachmittagssprechstunde am Dienstag und Donnerstag entfällt.

Vom 14.8. bis 5.9.2021 ist die Praxis ganz geschlossen. 

Die Vertretung übernehmen:

Nico Schühle
Tölzer Straße 4, 82031 Grünwald
Tel: 089 64919616, info@hbo-institut.de

Gemeinschaftspraxis Dr. med C. Huber und H. Silbernagl
Fachärzte für Allgemeinmedizin
Rathausplatz 1, 82031 Grünwald
Tel. 089 6411781, www.hausaerzte-gruenwald.de

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte auch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. In lebensbedrohlichen Notfällen wenden Sie sich bitte an den Notarzt unter Telefon 112.

Ab dem 6.9.2021 haben wir die Praxis wieder vormittags geöffnet, ab dem 15.9.2021 sind wir wieder zu den üblichen Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr für Sie da.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!


23. Juni 2021

Aktuelles Jameda Siegel

Innere- & Allgemeinmediziner
in Grünwald auf jameda
Vielen Dank, dass Sie uns wieder unter die Top-5 Ärzte der Region gewählt haben!

13. Juni 2021

Digitaler Impfpass / CovPass / Impfzertifikat

Quelle: digitaler-impfnachweis-app.de

Das digitale Impfzertifikat ist sehr sinnvoll und nützlich! Es ermöglicht uns, schnell und unkompliziert und ziemlich fälschungssicher nachzuweisen, ob eine Immunität gegen Covid-19 durch Impfung oder durchgemachte Erkrankung besteht.

Der einfachste Weg zu Ihrem persönlichen digitalen Impfpass geht über die Corona-App. Mit dem neuesten Update wurde auch die CovPass-Funktionalität integriert. Um Ihre erhaltenen Covid-Impfungen in die App einzulesen brauchen Sie ein Impfzertifikat des Robert-Koch-Instituts. Dieses Zertifikat erhalten Sie in Form eines in die App einlesbaren QR-Codes von einem an das Zertifizierungssystem angeschlossenen Anbieter. Hier liegt aktuell noch der Engpass. Vereinzelte Apotheken werden den Zertifizierungsservice ab Montag, 14.6.2021, anbieten. Kassenarztpraxen werden offenbar erst im Juli mit der technischen Möglichkeit zur Zertifizierung ausgestattet werden. Für Privatarztpraxen wird an einer Lösung gearbeitet, es ist aber für mich noch überhaupt nicht absehbar, ab wann eine solche Lösung für uns verfügbar sein wird. 
Wenn das digitale Impfzertifikat in Form eines QR-Codes in die Corona-Warn-App eingelesen ist, dann ist man fertig und hat einen digitalen Covid-Impfausweis, den man zum Beispiel an Flughäfen, Grenzen, Restaurants oder sonstigem vorzeigen kann und der sicherlich viele Erleichterungen mit sich bringen wird.

Zusammengefasst:

  • Analoge Impfdokumentation haben (Gelbes Impfbuch mit eingetragener vollständigen Covid-Impfung oder Zettel aus dem Impfzentrum ggf. Befund positiver PCR Test)
  • In einer teilnehmende Apotheke ein digitales Impfzertifikat erstellen lassen
  • das digitale Impzertifikat in eine aktuelle Corona-Warn-App einlesen
und der digitale Impfpass ist fertig. Klingt eigentlich ganz einfach, hoffen wir, dass es auch wirklich so einfach funktioniert!

Weitere Info finden Sie zum Beispiel hier:

6. Juni 2021

Ruhe bewahren, Durchatmen, optimistisch bleiben!

Liebe Patientinnen und Patienten, 

Unsere Warteliste für die Covid-Impfung
es sieht insgesamt gut aus! Die 7-Tage-Inzidenz für Covid-Nachweise liegt heute bei uns im Landkreis bei 18,3, in der Stadt München bei 23,0 und laut meinen inoffiziellen Berechnungen in Grünwald seit über einer Woche bei 9,09 Fällen pro 100 Tausend Einwohner.

Die Impfstrategie funktioniert wie erwartet mit deutscher Gründlichkeit: nicht sehr schnell, aber doch sehr zuverlässig. Stand heute sind im Landkreis 48,32 % der Bevölkerung über 16 Jahre einmal geimpft und bereits 23,72 % vollständig geimpft. Im internationalen Vergleich befinden wir uns im soliden vorderen Mittelfeld irgendwo zwischen USA und Italien (Quelle, aufgerufen am 6.6.2021). Ganz zu schweigen von der sehr ungerechten weltweiten Impfstoffverteilung, von der wir als Industrienation aktuell noch profitieren.

Ab morgen ist auch endlich die für uns als Privatpraxis kaum erträgliche erste Version der Corona Impfverordnung Geschichte. Wir sind sehr dankbar, dass uns die Kollegen am Ort mit Ihrer großartigen Unterstützung geholfen haben, so dass wir alle unsere Patienten der Risikogruppen 1 und 2 erfolgreich geimpft bekommen haben. Vielen Dank! Uns ist bewusst, dass diese Unterstützung in keiner Weise selbstverständlich ist. 

Gleichzeitig endet ab morgen auch die strenge Priorisierung der Impfstoffverteilung. Meines Erachtens nach stellt das eine Benachteiligung der Priorisierungsgruppe 3 dar,  die bislang noch nicht ausreichend Impftermine erhalten konnte. Wir werden die Impfungen deshalb weiterhin vornehmlich entsprechend des von uns errechneten Priorisierungsscores auf unserer Warteliste verteilen. In diesen Score gehen das Alter, die Priorisierungsgruppe und relevante Risikofaktoren ein (Rechenregel siehe hier unter Punkt 2). Wir informieren jeden Patienten, der sich auf unserer Warteliste per Email an info@p-gg.de mit Name, Alter, ggf. Risikofaktoren und Emailadresse registriert hat, sobald ein Impfangebot verfügbar ist.

In der Praxis erhalten wir bislang ausschließlich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca und Johnson&Johnson. Während für über 60-jährige alle Impfstoffe empfohlen werden, wird für unter 60-jährige nur der Impfstoff von Biontech uneingeschränkt empfohlen. Über 60-jährige, die ein Impfangebot mit Astra oder Johnson ablehnen, rutschen auf der Warteliste deshalb ganz nach unten. Wir sind allerdings optimistisch, dass sich im weiteren Verlauf des Jahres die Verfügbarkeit von Impfstoff stark verbessern wird, so dass auch diese Patienten bis zum Ende des Sommers geimpft werden können.

Die Impfung von unter 16-jährigen bleibt vorerst eine Einzelfallentscheidung und muss immer vorab separat mit dem Impfling und den Erziehungsberechtigten besprochen werden.

Liebe Patientinnen und Patienten! Bitte bedenken Sie aber bei allen guten Nachrichten auch weiterhin , dass wir uns mitten in der schlimmsten medizinischen Ausnahmesituation der letzten 100 Jahre befinden! Es ist toll, dass die Dinge sich aktuell so gut entwickeln, die Pandemie ist aber leider noch nicht vorbei! Insbesondere international erwarte ich noch mindestens 24 Monate weiter sehr erhebliche Einschränkungen und eine hohe Krankheitsaktivität. Und auch bei uns ist die Kuh noch nicht vom Eis. Bitte behalten Sie bei aller Freude über sinkende Fallzahlen, Impfungen und Lockerungen eine aufmerksame Achtsamkeit und vermeiden Sie Ansteckungsmöglichkeiten so gut wie irgendwie möglich. Gerade im Sommer sind Infektionen durch Abstand und viel frische Luft ja gut zu verhindern. Trotzdem werden uns die nächsten Monate auch viel Freiheit und Entspannung bringen. Wir sollten das nutzen, um dann wieder mehr Kraft für die schwereren Monate im Herbst und Winter zu sammeln!

17. Mai 2021

Praxisöffnungszeiten während der Pfingstferien

Liebe Patient*innen,

während der Pfingstferien ab dem 24.5. bieten wir  an den Arbeitstagen von 8 bis 13 Uhr eine Notfallsprechstunde. Termine vereinbaren Sie bitte wie gewohnt telefonisch oder online unter http://www.dctlb.de/krausm. Die Online-Buchbarkeit der Termine wird jeweils erst tagesaktuell freigeschaltet, um die Buchung ausschließlich von Notfallterminen zu gewährleisten. Corona-Schnell- und PCR-Tests werden während der Ferien wie üblich täglich mittags nach Anmeldung durchgeführt. Falls uns Corona-Impfstoff zur Verfügung gestellt wird, werden wir die Patienten in der Reihenfolge unserer Warteliste impfen.

Am 4.6.2021 werden wir den Brückentag nutzen, um für ein verlängertes Wochenende vom 3.6. bis zum 6.6.2021 die Praxis ganz zu schließen. Im Notfall wenden Sie sich dann bitte vornehmlich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

28. April 2021

Die nächsterreichbare Impfung ist die richtige Impfung!

Impfstatistik Landkreis München am 28.4.2021
Liebe Patientinnen und Patienten,
die Impfungen im Landkreis München nehmen glücklicherweise richtig an Fahrt auf! Siehe hierzu die hier eingefügte Impfstatistik des Landkreises München von heute morgen (Quelle). Stand heute 8.00 Uhr sind fast 30 % der über 16-jährigen im Landkreis München mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das ist ein toller Fortschritt!

Geleistet wird dieser Impferfolg von den Impfzentren und von allen niedergelassenen Vertragsärzten. Wie Sie aus meinen früheren Posts ersehen können, können wir aktuell an der Impfkampagne noch nicht aktiv teilnehmen. Trotzdem ist für viele von Ihnen eine zeitnahe Impfung möglich.

Ich empfehle für Patienten der Priorisierungsgruppen 1 ( über 80 Jahre oder sehr hohe Begleitrisiken ) und Prio 2 (über 70 Jahre und mittlere Begleitrisiken): Beantworten Sie erneut die Gesundheitsfragen bei Ihrer Anmeldung in BayImco (das digitale Anmeldesystem am Impfzentrum). Es hat sich in der letzten Zeit noch einmal viel dort getan, es sind insbesondere neue Gesundheitsfragen für das Score System  dazu gekommen. Gerade wenn Sie schon lange angemeldet sind, bietet sich eine erneute Beantwortung der Gesundheitsfragen an. Viele meiner Patienten sind diesem Hinweis gefolgt und haben dann sehr schnell einen Impftermin am Impfzentrum bekommen. Im Impfzentrum wird anhaltend hervorragend und zuvorkommend gearbeitet.

Für Patienten der Priorisierungsgruppen 3 (>60 Jahre, erhöhtes Risiko) und darüber (< 60 Jahre): Probieren Sie Ihr Glück bei den vielen in der Region niedergelassenen Facharztpraxen (HNO, Gynäkologie, Kinderheilkunde, Neurologie, Chirurgie etc). Der Impfstoff wurde nicht nur an die niedergelassenen Hausärzte geliefert, sondern auch viele der fachärztlich niedergelassenen Kollegen haben Impfstoff geliefert bekommen, und es sind jetzt die Hoch-Risikopatienten der jeweiligen Praxen bereits geimpft. Ich höre zunehmend von Patienten aus niedrigeren Risikogruppen, die unkompliziert einen Termin ergattern konnten. Die Impfungen sind zwar noch nicht vollständig freigegeben. Aber jeder Arzt ist angehalten, die sich ihm anvertrauenden Patienten nach absteigender Risikoklassifizierung zu impfen. Und jeder Geimpfte ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung unserer Gesamtsituation!

Liebe Patienten: es geht bei dieser ganzen Impfkampagne nicht darum, ob ein Arzt besser impft als der andere, oder ob man seinem Hausarzt treu ist, oder so etwas. Es geht einzig und alleine darum, dass wir so schnell wie möglich so viele Patienten wie möglich geimpft bekommen, damit wir endlich den Weg raus aus den Einschränkungen des Infektionsschutzgesetzes schaffen! Die Daten aus England und Israel, die ja bereits weiter fortgeschritten in der Impfkampagne sind, sind doch sehr ermutigend!

Selbstverständlich werde wir Sie auch gerne impfen, sobald es uns möglich ist. Gerne führen wir Sie auch weiterhin auf unserer Warteliste. Bitte zögern Sie aber nicht, jede sich Ihnen bietende Impfmöglichkeit wo auch immer sofort wahrzunehmen!

Alles Gute und viel Erfolg!






25. April 2021

Aktuelles zum Impffortschritt und der mühsamen Gesamtsituation

Dr. med. Dr. med. univ bud. Max-Joseph Kraus M.Sc.
Wir sind sehr dankbar, dass wir aufgrund der großartigen kollegialen Kooperation am Ort und der herausragenden Arbeit des Impfzentrum jetzt zumindest zeitnah unsere Hochrisiko-Patienten der Prioritätsgruppen 1 und 2 geimpft bekommen.

Die politischen Entscheidungsfindungen sind mir aber zunehmend unverständlich. Zwei Tage vor Beginn der Impfkampagne in den Hausarztpraxen war ja der Text der Coronaimpfverordnung von dem ursprünglich geplanten "alle Hausärzte" auf "alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arztpraxen" geändert worden (§6 Abs 1, Abschnitt 2 CoronaImpfV). Kurz vor Ostern wurde es in einer Videokonferenz zwischen Bundesgesundheitsminister Spahn und dem Apothekerverband zur strafbaren Ordnungswidrigkeit erklärt, wenn Apotheken Impfstoff an privatärztlich niedergelassene Ärzte liefern. Ich hatte mir das eingangs noch mit dem Impfstoffmangel erklären können. Jetzt werde ich aber zunehmend von Patienten informiert, dass sie von ihrem Kardiologen, Chirurgen, HNO-Arzt oder Neurologen geimpft worden sind. Offenbar bekommen auch Kinderärzte den Impfstoff geliefert. Einzig Cominarty ist ab 16 Jahre zugelassen, ein Alter wo man nur noch selten beim Kinderarzt behandelt wird. Was soll das bedeuten?

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Ich bin unbedingt dafür, dass möglichst viele Ärzte möglichst viele Patienten möglichst schnell impfen. Die Tatsache aber, dass Ärzte, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, kategorisch von der Belieferung mit Impfstoffen ausgeschlossen werden, empfinde ich als einen Skandal und eine unzulässige Diskriminierung! Selbstverständlich beißt man bei allen zuständigen Stellen (KVB, KBV, Gesundheitsministerium, Impfzentrum) auf Granit: "ja, wir verstehen, wir finden das auch falsch, wir können aber nichts machen, es steht ja im Gesetz..." Freilich sind bereits diesbezüglich eine Verfassungsklage und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Ich erwarte aber nicht, dass hier eine schnelle Lösung gefunden werden wird. Vom privatärztlichen Bundesverband kommen vorsichtige Signale, dass eine Lösung in Sicht ist. Tatsächlich entzündet sich die ganze Problematik ja überhaupt nicht an mangelndem Impfstoff oder Sachkompetenz oder anderen sachlichen Argumenten, sondern einzig an der einheitlichen Schnittstelle zur Dokumentation der durchgeführten Impfungen, die zur Zeit im Netz der kassenärztlichen Vereinigung angesiedelt ist. Oh Mann.

Wir versuchen das Beste aus dieser schwierigen Situationen zu machen und unterstützen unsere Patienten der Priorisierungsgruppen 1 und 2 mit allen Kräften, schnellstmöglich einen Impftermin wo auch immer zu finden. Parallel bereiten wir die schnellstmögliche Impfung der Gruppen 3 und 4 weiter vor. Es bestätigt sich aber leider auch in dieser Situation wieder, was sich im vergangenen Jahr bereits vielfach gezeigt hat: das Bundesgesundheitsministerium und insbesondere Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Lage durch seine unbedachten Äußerungen, kurzfristigen Änderungen, unabgesprochenen Ankündigungen und unrealistischen Versprechen häufig eher erschwert als erleichtert. Die vielen unvermittelten Kehrtwendungen, das dauernde Hin- und Her bei den Inzidenz-Grenzwerten, das Versprechen von Tests ohne dass Test oder Abrechnungsregeln vorhanden waren: das hat uns alle anhaltend zermürbt. Jeder einzelne in unserem Team arbeitet seit über 12 Monaten weit über seiner Belastungsgrenze. Wir tun das gerne, weil wir wissen, dass wir uns mitten in der schlimmsten medizinischen Katastrophe der letzten 100 Jahre befinden. Und es ist selbstverständlich für uns, dass wir hier alles nur irgendwie machbare möglich machen. Von unseren politischen Vertreten fühle ich mich aber an vielen Stellen verraten und verkauft.

Nichtsdestotrotz bleibe ich optimistisch. Zumindest hier bei uns im Landkreis schreitet die Impfkampagne gut voran. Stand heute haben über 27 % der Landkreisbewohner über 16 Jahre mindestens eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. Das ist doch schon mal was! Und in vielen Gesprächen mit meinen Patienten höre ich, dass sich die Menschen trotz (oder wegen?) der geradezu absurd zähen politischen Verhandlungen zu Notbremsen und Lockdowns von ganz allein gut an die sinnvollen Maßnahmen zur Kontaktreduktion halten. Ich bleibe - trotz der Sorge vor Mutanten und der anhaltend dramatischen internationalen Lage - zuversichtlich, dass wir nun nach nur wenigen weiteren Wochen des gesellschaftlichen Lockdowns voraussichtlich bis zu den Sommerferien zumindest hier im Kreis jedem ein Impfangebot gemacht haben können und sich damit die Situation deutlich entspannen wird. Ich hoffe sehr (und bezweifle das leider zugleich), dass wir als Gesellschaft dann nicht einfach ein "Zurück-zu-vor-Corona" suchen, sondern eine wirklich substantielle Verbesserung und Planeten-verträglichere Art zu leben.

18. April 2021

Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

 Kapelle Hl. Blut, Geiselgasteig, am 17.4.2021

Kapelle Hl. Blut, Geiselgasteig

Heute, am 18.4.2021, ist der bundesweite Gedenktag an die Opfer der Corona-Pandemie.

Mit den Kerzen in Form der 78 gedenken wir der 78 Mitarbeiter aus Krankenhäusern, ärztlichen Praxen, Dialyseeinrichtungen und Rettungsdiensten, die bislang in Deutschland bei ihrem Dienst am Nächsten an Covid-19 verstorben sind (Quelle).

Mit den 11 Kerzen auf dem Altar denken wir an die 11 Patienten aus unserer Praxis, die wir bislang an Corona verloren haben.

Selbstverständlich gedenken wir auch der fast 80 000 Menschen aus Deutschland und der über 3 Millionen Menschen weltweit, die mit und an Corona verstorben sind.

Gebet
Jetzt, mein Gott, täten Engel gut. An unserer Seite und um uns herum. Denn wir brauchen Mut. Und Phantasie. Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel. Zu den Kranken vor allem.
Und zu den Besorgten.
Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden: Ärztinnen und Pfleger, Rettungskräfte und Arzthelferinnen, alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.
Sende deine Engel zu den Verantwortlichen in Gesundheitsämtern und Einrichtungen, in Politik und Wirtschaft.
Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.
Sende deine Engel auch zu denen, an die kaum jemand denkt –jetzt in der Zeit der Epidemie: Die Menschen auf der Straße, die Armen, die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.
Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut. Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum. Hilf uns zu sehen, was trägt. Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet, mit dir, mein Gott. Denn das ist’s, was hilft und tröstet. Jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Doris Joachim, Referentin für Gottesdienst (Quelle)

5. April 2021

Aktueller Hinweis zur Impfung gegen Covid in der Praxis

ACHTUNG: Bislang wurde uns von den zuständigen Behörden leider immer noch kein Impfstoff zur Verfügung gestellt! 

Siehe hierzu unseren Artikel: " Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz! ". 

Gerne können Sie sich auf unserer Warteliste registrieren

Wir rechnen damit, dass wir in Kürze mit den Impfungen beginnen können. Bitte informieren Sie sich schon jetzt über die in unserer Praxis geltenden Regel für die Impfung.

Alle Patienten, die sich auf der Warteliste registriert haben, werden von uns informiert, sobald Impfstoff für Sie zur Verfügung steht.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Warteliste für die Impfung gegen Covid-19 in unserer Praxis

Praxis Geiselgasteig - Grünwald 

Warteliste für die Impfung gegen Covid-19 nach den Priorisierungskriterien der CoronaImpfV

Eintragungen und Änderungen an dieser Liste erfolgen bitte via Anfrage per Email info@p-gg.de an die Praxis. Ihren Identifizierungscode können Sie in der Praxis abfragen und damit selbst Ihre Position in der Warteliste verfolgen. Bitte melden Sie uns möglichst zeitnah, wenn Sie anderswo geimpft worden sind.
Unsere Regeln zur Berechnung des Priorisierungsscores finden Sie hier unter Punkt 2.

Ihre Impfung gegen COVID in unserer Praxis

ACHTUNG: Bislang wurde uns von den zuständigen Behörden leider immer noch kein Impfstoff zur Verfügung gestellt! Siehe hierzu unseren Artikel: " Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz! ". Gerne können Sie sich auf unserer Warteliste registrieren. Wir rechnen damit, dass wir in Kürze mit den Impfungen beginnen können. Alle Patienten, die sich auf der Warteliste registriert haben, werden von uns informiert, sobald Impfstoff für Sie zur Verfügung steht.

Liebe Patientinnen und Patienten,

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/richardsdrawings-858383/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2915543">Richard Duijnstee</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2915543">Pixabay</a>Wir impfen Sie gerne so schnell und sicher wie möglich gegen Covid-19 (Sars-Cov-2). Hierfür haben wir in unserer Praxis folgende Regeln erstellt. Bitte lesen Sie diese Regeln genau! Bitte wählen Sie einen Impftermin bei uns nur, wenn Sie mit diesen Regeln einverstanden sind.

  1. Wir impfen streng orientiert an den Priorisierungsregeln der Coronavirus Impfverordnung (CoronaImpfV). Wir haben dazu eine Warteliste nach Priorisierungskriterien erstellt, die Sie hier (Praxis Geiselgasteig: Warteliste für die Impfung gegen Covid-19) einsehen können.
  2. Der Score für Ihre Priorisierung errechnet sich aus Ihrem Alter und den in der Impfverordnung festgelegten Priorisierungsfaktoren wie z.B. Demenz, aktive Krebserkrankung, etc.. Zusätzlich zum Alter können maximal 66 weitere Scorepunkte für Risikofaktoren vergeben werden. Zusätzlich werden von uns direkte Einordnungen in Priorisierungsgruppen nach der CoronaImpfV vergeben, z.B. bei einem entsprechenden Alter oder klaren, in der Coronaimpfverordnung gelisteten Konditionen. Die Einordnung in die Priorisierungsgruppe erhöht den Priorisierungscore um 50 Punkte für Gruppe 1, 33 Punkte für Gruppe 2 und 25 Punkte für Gruppe 3.
  3. Es ist immer eine Anmeldung zur Impfung notwendig.
  4. Die Aufklärung erfolgt vorab über unser digitales Formularsystem Idana. Den Link zu Ihrem Aufklärungsbogen erhalten Sie zusammen mit Ihrer Terminbestätigung. Bitte laden Sie den Bogen herunter und geben Sie Ihr schriftliches Einverständnis durch Ihre digitale Unterschrift am Ende des Bogens. Ohne unterschrieben Einverständniserklärung kann keine Impfung erfolgen.
  5. Wenn Sie über den Aufklärungsbogen hinaus noch zusätzliche Fragen zur Impfung haben, sollen diese möglichst immer vorab per telefonischer oder Videosprechstunde geklärt werden. Wir halten hierfür extra Gesprächstermine für Sie frei. Diese können Sie hier buchen: www.dctlb.de/krausm . Bitte wählen Sie als Besuchsgrund die Option "Covid-Impfung Aufklärungsgespräch per Telefon" oder "Covid-Impfberatung per Videosprechstunde". 
  6. Wenn bei Ihnen ungewöhnliche Begleitumstände bestehen wie zum Beispiel vorangegangene schwere allergische Reaktionen, Blutungsneigung, Thromboseneigung, vorangegangene Covid-Infektion oder anderes, vereinbaren Sie bitte immer vor der Impfung ein Aufklärungsgespräch.
  7. Die Vergabe der Impftermine erfolgt über unser digitales Terminbuchungssystem Doctolib
  8. Zum vereinbarten Termin kommen Sie bitte genau pünktlich möglichst im Auto mit einer Begleitperson vor die Praxis.
  9. Rechtshänder erhalten ihre Impfung typisch in den linken Oberarm, Linkshänder in den rechten Oberarm. Wenn Sie Ihre Impfung in den linken Oberarm erhalten wollen, sitzen Sie bitte hinter dem Fahrer auf der linken Seite. Wenn Sie Ihre Impfung in den rechten Oberarm erhalten wollen, sitzen Sie bitte auf dem Beifahrersitz.
  10. Bitte wählen Sie Ihre Kleidung so, dass Sie den Impfarm bis über die Schulter leicht und schnell frei machen können. Die Impfung erfolgt in den Musculus deltoideus , das ist ganz oben am Oberarm.
  11. Die Impfung erfolgt üblicherweise vor der Praxis sitzend im Auto durch das geöffnete Autofenster. Sie müssen das Auto also nicht verlassen. Dadurch sind Sie bei uns keinem zusätzlichen Infektionsrisiko ausgesetzt und die Impfung kann schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Falls Ihnen eine Impfung in den Praxisräumen wichtig ist, vereinbaren Sie bitte unter Punkt 5 ein Aufklärungsgespräch und wir finden für Sie einen passenden Termin.
  12. Zur Erkennung von Impfreaktionen müssen Sie nach der Impfung noch mindestens 15 Minuten in unserer Überwachung bleiben. Sie fahren dazu nach der Impfung ein Stück weit die Straße hinunter bis zu dem Ihnen angewiesenen Warteplatz.
  13. Bitte warten Sie im Auto die Überwachungszeit ab. Bei jeder Art von ungewohnten Problemen, hupen Sie bitte 3 mal. Wir kommen dann sofort zu Ihnen ans Auto und überprüfen ggf. weitere notwendige Maßnahmen. Ein vollständiges Notfallset insbesondere zur Behandlung allergischer Reaktionen ist in dem vor der Praxis in unmittelbare Nähe zum Impfort aufgebauten Covid-Zelt verfügbar. Für alle Mitarbeiter wurden ganz aktuell fokussiert auf die Behandlung von Impfnotfällen eine ausführliche und zertifizierte Notfallschulung durchgeführt.
  14. Nach der Überwachunsgzeit wird Ihnen Ihr Impfpass oder Ihre Impfbestätigung und ggf. der Termin für die Zweitimpfung ausgehändigt. Bitte verlassen Sie den Bereich dann zügig.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis! Wir wünschen Ihnen und uns allen einen schnellen und unkomplizierten Impfvorgang, damit wir alle jetzt schnell den Weg raus aus der Pandemie schaffen!

1. April 2021

Ein kurzer Hoffnungsschimmer, Bürokratie, Kopfschütteln - leider kein Aprilscherz!


Ganz kurz war ich wirklich positiv überrascht! Anfang der Woche wurden auf den Seiten der kassenärztlichen Bundesvereinigung detaillierte und gut gemachte Informationen für alle möglichen verschiedenen Impfszenarien in der Praxis veröffentlicht. Für alle Ärzte in Deutschland, Informationen wie und wo und wann man Impfstoff bestellen kann, wann man über die Lieferbarkeit informiert wird, wann er geliefert wird, wie man ihn lagern muss, wie man die Impfungen zubereitet, auf was man bei Hausbesuchs-Impfungen achten muss und wie die Priorisierungsregeln anzuwenden sind.

Ich dachte mir: ja, cool, genau so muss es sein: einfach, nachvollziehbar, unkompliziert! So kann es vielleicht doch noch was werden mit der deutschen Impfstrategie. Ich habe Impfstoff bestellt und die ersten 50 Patienten meiner schon lange fertigen Priorisierungsliste überprüft. Ich habe noch so viele Hausbesuchspatienten, die aus gesundheitlichen Gründen gar nicht in die Impfzentren kommen können und die schwer glauben können, dass es die groß angekündigten mobilen Impfteams bei uns überhaupt nicht gibt! Ich habe mich für sie gefreut und war ganz euphorisch für die jetzt endlich startende Impfwelle. 

Nun ja, der Hoffnungsschimmer blieb ein Schimmer. Vorgestern Abend hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in einer Videokonferenz mit dem Apotheker-Bundesverband unvermittelt beschlossen, dass Impfstoff vorerst nur an kassenärztliche Praxen geliefert werden darf. Dies solle durch eine Allgemeinverfügung des BMG geregelt werden, die zeitgleich mit der CoronaImpfV am 31.03.2021 bekannt gegeben wurde. Die neue Impfverordnung und Allgemeinverfügung treten heute am 1. April 2021 in Kraft. Die Allgemeinverfügung wird festlegen, dass Apotheken Covid-19-Impfstoffe nur an Kassenärzte abgeben dürfen und nicht mehr an Betriebsärzte und Privatärzte. Zuwiderhandeln ist eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 73 Abs.1a Nr.1 Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Apotheker, die Covid-Impfstoff an privatärztliche Praxen oder Betriebsärzte liefern, begehen eine Ordnungswidrigkeit und können dafür bestraft werden!!! So Deutsch!

Natürlich laufen der Privatärztliche Bundesverband, der Verband der Deutschen Krankenversicherer, der Verband der Betriebsärzte und die Bundesärztekammer Sturm gegen diesen erneuten Regelungswahn. Ich bin überzeugt, dass auch diese Regel bald wieder gekippt werden wird. Es wäre aber doch so sehr an der Zeit, endlich pragmatisch durchzugreifen, als in immer noch tieferen Regelungstiefen die Pandemiebekämpfung zu ersticken. 

29. März 2021

Sprechzeiten während der Osterferien bis 11.4.2021

Während der Schulferien ist die Praxis an den Arbeitstagen
nur von 8.00 bis 13.00 Uhr
geöffnet.
In sehr dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 089 116 117


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